Mittwoch, 10. April 2019
Hundszahnlilie, Kaiserkrone und Co.


Ein Wiedersehen mit Freude! In meinem hochschießenden Grün ragen sie stolz empor. Dabei hatte ich Sorge, dass sie den trockenen Sommer 2018 nicht überlebt haben könnten.
Die Hundszahnlilie begeistert mich mit ihren Blüten, die mich an schwungvolle Pagoden erinnern.



Die Schachbrettblumen mögen es gerne feucht. Der Goldlack betört in der Sonne mit süßem Duft. Die Nieswurz mit ihren dezent rot geränderten grünen Blüten ist mit den Christrosen verwandt.



Auch die Kaiserkrone blüht bereits. Ihr Knoblauchduft soll Wühlmäuse vertreiben.
Aber ich glaube, das können Hund und Katze besser..!



Wie in jedem Jahr überwältigt mich die Fülle der Frühlingsboten.
Gut, dass ich nicht unter Allergien leide...

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Freitag, 22. Februar 2019
Bienentafel
Reger Flugverkehr im Sonnenschein.



Die gelb leuchtenden Horste der Winterlinge ziehen Bienen magisch an. Die Kerlchen hatten sich schon dicke gelbe Pollen-Höschen angezogen.
Warum sehe ich nur in wenigen Gärten diese dankbaren Frühblüher, die ja für die gefährdeten Wildbienen so lebensnotwendig sind? Sie erfreuen doch auch unser Auge und ergänzen das Nektarangebot, welches zurzeit nur die zarten lila Wildkrokusse und die von Ameisen im ganzen Garten verbreiteten Schneeglöckchen bieten.

Für meine (noch) bandagierte Hand war das Knipsen etwas kompliziert, weil der Auslöser natürlich rechts oben liegt. Und die kleinen Flieger waren immer schneller als ich...

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Dienstag, 8. Januar 2019
Eigene Weintrauben im Januar
Jetzt ist die Zeit, meinen Weinstock an der Südwand zu schneiden.





Schön, dass wir gerade Besuch aus Südtirol haben. Anselm ist nicht nur Hobbydrechsler wie mein Holzwurm, sondern auch Weinbauer, Bio-Apfelbauer, Schafhalter und vermarktet Esskastanien und Gästezimmer. Er hat seine Elektroschere mitgebracht und verpasst bei seinem Besuch unserem Weinstock einen Profischnitt.



Soo schlecht habe ich es bisher nicht gemacht, aber ein Fehler beim Sommerschnitt hat zu einer zweiten, späten Weinernte geführt. Die Rebe fühlte sich bemüßigt, etliche schlafende Augen zu öffnen und die Knospenansätze fürs nächste Jahr bereits vorzeitig zum Blühen und Fruchten zu bringen.

So hatten wir heute Lese und Schnitt zugleich - eine Premiere.
Das soll aber zukünftig nicht mehr passieren. Mit den guten Anselm-Tipps versehen hoffe ich auf eine diesjährige Ernte von kräftigen Trauben.

Aber mit der Späternte - leider kein Eiswein! - bin ich nicht unzufrieden. Fast ein Kilo!

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Donnerstag, 1. November 2018
Mehr oder weniger furchtlos
Es sieht nur so gefährlich aus, aber es ist durchaus liebevoll gemeint, wenn die Hündin Luna den Kater Merlin am Hals beknabbert. Es folgt garantiert kein Kehlbiss.





Ob Luna Merlin wohl auch für einen Hund hält?

Beim Anblick der kleinen Nachbarkatze zeigte sich Luna äußerst ängstlich: Huch, so ein fremdes Wesen...

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Montag, 3. September 2018
Fuchs, du...




Vielleicht hätten wir den jungen Fuchs in unserem Garten gar nicht bemerkt, wenn nicht Hund und Katze draußen sehr aufgeregt gewesen wären.

Vielleicht hätten wir aber eines unserer Hühner oder der Nachbar eine seiner Gänse vermisst.

So konnten wir ihn "schießen" - allerdings nur mit dem Handy. Und er ist lieber geflüchtet.

Hühner und Gänse haben wir vorsichtshalber in die Ställe geschickt. Das gefiel ihnen nicht, denn es war noch nicht dunkel. Aber sicher ist sicher...

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Sonntag, 2. September 2018
Efeu satt
Wir wohnen ja an der über 600 Jahre alten Stadtmauer.
Das Gässchen entlang dieser Mauer bestand vor 45 Jahren nur aus Schutt und Unkräutern.
Dann haben meine Nachbarin und ich einen romantischen Gartenweg daraus gemacht und seit mehr als 30 Jahren die Patenschaft für seine Pflege. Der Nachbar hatte Efeu an die Mauer gepflanzt.
Zu viel Efeu.
Anfangs wuchs er ja sehr langsam und sah auch hübsch aus mit seinen glänzend grünen Blättern.
Inzwischen hat er aber ein respektables Alter, die "adulte" Form des Efeus mit vielen schwarzen Fruchtdolden erreicht und teils oberarmdicke Äste gebildet. Und krallt sich auch gerne in Ritzen des historischen Gemäuers fest. Das lockert so manchen Stein.
Seit mehreren Jahr versuchen die Nachbarin und ich, dem Klimmer auf die Finger zu klopfen und haben zehnmeterweise die grüne Pracht von der Mauer entfernt.
Bloß der dicken Wurzelstöcke werden wir nicht Herr. Dazu braucht man wohl eine Spezialfräse. Und so treibt jährlich der Efeu neue grüne Ranken und besiedelt erneut gerade freigemachtes Terrain.

Jetzt haben wir es wieder versucht- zumindest auf der Gässchenseite. Bis auf einige krampfaderähnliche Reste des Efeus sieht die Mauer jetzt eigentlich recht gut und nackig aus.
Bloß wurzelt ja auch auf der anderen Seite der Mauer der Efeu und liegt wie eine dicke Matte auf der Mauerkrone.
Die andere Seite ist aber der nachbarliche Privatgarten. Und seine Eigentümer sind schon näher an der 80 als ich.

Hoffentlich ist der Efeu nicht vitaler als wir alle...

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Donnerstag, 28. Juni 2018
Endlich sind sie da...
Bis vor kurzem habe ich jeden Schmetterling einzeln begrüßt. Jetzt aber blüht mein Sommerflieder, und der übt eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Tagpfauenaugen und Kleine Füchse aus. Nun umgaukeln sie zu etlichen die violetten Blüten in der Sonne.





Meine eigenen Beobachtungen, aber auch Zählungen des BUND ergaben einen Rückgang von 80% bei den Faltern, parallel zu dem Artenschwund bei Pflanzen auf Feldern , Wiesen und leider auch Gärten.
Darum bin ich so glücklich, wenn mein Angebot an Futterpflanzen für Schmetterlinge und andere Insekten von diesen geschätzt wird.
Heute haben uns Taubenschwänzchen und Aurorafalter besucht. Und ein kleiner Bläuling, vermutlich der Storchenschnabel-Bläuling. Weißlinge gibt es ohnehin in größerer Anzahl.
Aber wo bleibt der Admiral, den ich früher häufiger sah?

Unter den Nachtfaltern ist mir natürlich am wenigsten lieb der Buchsbaumzünsler...
Aber sehr hübsch mit seinem Girlandenkleid ist der Brennnessel-Zünsler, der sich kürzlich in unser Badezimmer verirrte.



Brennnesseln sind die wichtigste Futterpflanze für sehr viele Falter. Sie dürfen außerhalb des Gartenzaunes an der Stadtmauer wachsen.

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Dienstag, 5. Juni 2018
Offene Gartenpforte Hessen, 9./10.Juni
Ja, die Vorbereitungen halten mich zurzeit in Schwung.
Am Wochenende bin ich wieder dabei. Und natürlich soll sich meine Garten von seiner besten Seite zeigen.

In diesem Jahr ist alles anders als im vergangenen. So ein sommerheißer Mai! Jetzt blühen ganz andere Pflanzen gemeinsam als 2017. Manches ist schon verblüht, was damals noch nicht einmal aufgegangen war...
In diesem warmen Frühling hätte ich oft gerne die Zeit anhalten mögen, so schön war der Garten in seinen unterschiedlichen Farben!
Nach der kunterbunten Frühblüherphase kam zuerst die violette Phase der Alliumblüten, danach die blaue Welle der Akeleien und anschließend die pink- und rosafarbene der Lichtnelken und Pfingstrosen.
Jetzt herrschen neben den verschiedenen Rosen vor allem Weiß und Gelb vor: Wiesenmargerite, Brandkraut, Gilbweiderich und Färberkamille vor der reich blühenden weißen Deutzie. Dazwischen blaue Tupfen von Eisenhut und Salbei.
Das ist nicht mehr ganz so spektakulär, sondern eher damenhaft elegant...

Ja, ein Garten ist eben lebendig und wandelt sich täglich. Hoffentlich haben bei dieser Dauerhitze nicht die Rosen bis zum Wochenende schon ihr ganzes Pulver verschossen.

Auf jeden Fall duftet es herrlich im Garten! Nicht nur die Blumen betören, sondern auch der erneuerte Rindenmulch auf den Wegen...

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Samstag, 19. Mai 2018
Noch ein aufwendiger Hausbau


Eigentlich eine Hauszerstörung. Allerdings ganz unbeabsichtigt. Als der Holzwurm eine dicke Holzknolle für das Drechseln vorbereiten wollte und sie dazu mit der Kettensäge zerteilte, nahm er einem Ameisenvolk seine Heimat.
Jetzt hoffen wir, dass die Braunschwarzen Rossameisen (eine unserer größten Ameisenarten) einen neuen Baumstamm gefunden haben, in den sie wieder ein so kunstvolles Wohngebäude nagen können.

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Mittwoch, 9. Mai 2018
Schreibfaul?
Nein. Bloß bin ich fast den ganzen Tag im Garten.

Die Tomaten sind gesetzt. Der Holzwurm hat mir noch ein weiteres Tomatendach gebaut, jetzt habe ich 15 Pflanzen.
Das Kräuterbeet ist gut bestückt. Auch ein paar "Exoten" wie Süßdolde, Colastrauch und Parakresse haben ihren Platz gefunden. Da muss ich allerdings erst mal herausfinden, was man damit anfängt.
Das Hochbeet ist mit Pflück- und Eisbergsalat, Zwiebeln, Knoblauch und anderem Gemüse bepflanzt, die Stangenbohnen sind aufgegangen, der reife Kompost ist komplett durchgesiebt und im Garten verteilt. Auf dem ruhenden Komposthaufen thronen drei verschiedenen Kürbissorten.
Die Blumenkästen sind mit dunkelroten Geranien gefüllt. Der Nussbaum hat tausende von Kätzchen abgeworfen - es könnte eine gute Ernte geben. Vorher gilt es allerdings, den Besen zu schwingen. Welch ein Pollenstaub!
Himbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren...alles blüht, sieht gesund aus und verspricht reichlich Ertrag.

Ich bin wirklich fleißig. Die Sonne meint es gut mit uns. Bloß der Regen fehlt...

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