Sonntag, 19. August 2012
Rien Wensma
Sie werden ihn vermutlich nicht kennen. Auch mir ist er erst nach einer Suche im Internet vertraut.
Rien Wensma (1920-2007) wirkte als namhafter Keramiker und Grafiker in Alkmaar, in den Niederlanden.

Wenn ich nicht sehr zufällig vor drei Tagen im "Kaufhaus" einer kommunalen Einrichtung für Arbeitslose (dort gibt es Möbel und Deko aus Wohnungsauflösungen) eine große, signierte Arbeit von ihm zwischen lauter hässlichen Billigmöbeln und Deko-Kitsch entdeckt und für lächerliches, beschämend weniges Geld erworben hätte, wäre er mir vermutlich auch für den Rest meines Lebens unbekannt geblieben.



Nun freue ich mich an diesem reizvollen, farblich und von der eingeritzten Musterung her sehr delikaten Kunstwerk.



Als Vase ist diese bauchige Keramik vermutlich nie gedacht worden. Sie wirkt als Solitär durch die Oberflächenstruktur und die zarten Farbabstufungen. Leider kann kein Foto das wiedergeben.

Für diesen Sommer hat sie einen wunderbaren Platz im Garten bekommen.


Rien Wensmas Sohn Marc arbeitet übrigens auch als bildender Künstler und ähnelt gelegentlich in der Formensprache seinem Vater.

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Mittwoch, 9. Mai 2012
Archivarin, leicht verzweifelt
Wieder mal mache ich einen Anlauf im Interesse meiner armen Erben. Unsere Scheune ist groß, es passt viel hinein.

Ein gutes halbes Dutzend Schränke, voll mit den gesammelten Hinterlassenschaften aus kommunalpolitischer Arbeit, Umweltberatertätigkeit, Friedensengagement und Musik+Lust+Laune+ Reisen+Lernen, Bastelkram vergangener Jahrzehnte, ein Glas- und Textilienlager muss zusammengeschmolzen werden.

Eine schwere Aufgabe für eine Chronistin, Archivarin und Sammlerin wie mich. Nur noch wichtige Papiere und Dinge sollen übrig bleiben.
Aber was ist wichtig???

Jahrzehntealte Akten und Kontoauszüge: weg, klar.
Die von meiner Mutter handgeschriebenen Spanischvokabel? Fällt mir schon viel schwerer. Es sind doch Lebensspuren von ihr, die letzten...
Kinderzeichnungen, Spielzeug, Schulhefte, Briefe, Reiseerinnerungen?

Ich hasse solche Entscheidungen.

Natürlich könnte ich alles so lassen wie es ist.
Aber unsere Kinder haben irgendwann mal den Salat und müssen möglicherweise ziemlich rasch alles in einem großen Container entsorgen...
Dann gebe ich mir doch lieber selber etwas Mühe und schlucke selber den Staub.

Und versuche, unseren Kindern geordnete Verhältnisse zu hinterlassen...

(Der Holzwurm räumt auch, im Keller. Installationsmaterial, Elektrokram, Farben, Werkzeug...Alles nicht so emotional besetzt. Und beim Schrotthändler gibt es sogar für manches noch Geld.)

Und jetzt unter die Dusche....

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Dienstag, 20. März 2012
Geografie ist manchmal Glückssache
Zugegeben: In ein Fernsehquiz würde ich mich mit meinem geografischen Wissen bestimmt nicht trauen.

Aber ein wenig verwundert es mich doch, dass die Schöpfer der drei jüngst günstig ersteigerten Andenkengläser "Grüße aus Reutlingen" mit nicht gerade vor der Haustür liegenden Sehenswürdigkeiten schmückten.
Na gut: Schloss Lichtenstein lasse ich noch durchgehen.
Aber die Burg Hohenzollern...?



Bloß die "Pfullinger Unterhose" stimmt, zu meiner großen Freude!
Viel Kindheits-Urlaubs- Großelternbesuche-Erinnerungen sind damit verbunden....


Einen kleinen Einblick in meine bisher noch nicht präsentierte Andenkengläser-Sammlung verspreche ich für demnächst. Da stecken noch mehr Erinnerungen drin...

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Montag, 9. Januar 2012
Räumwütig
Vereinsvorsitzende haben zumeist das Archiv bei sich. Und die vielen Infoflyer, Positionspapiere und Ratgeber, die bei den Infoständen verteilt werden.

Bei mir nehmen sie etliche Kartons ein, die nach jeder Veranstaltung vollkommen durcheinander gewürfelt sind.
Dazu noch etliche Regalmeter Fachliteratur.

Heute war Aufräumtag.

Das Bett liegt zwar immer noch voll, und einen Teil der Bücher muss ich aus/umlagern. Aber langsam komme ich einer richtigen Ordnung näher, in der man auch mal was wiederfinden kann.

Und der Papierkorb ist auch voll...

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Donnerstag, 25. August 2011
Schwere Literatur


Echte Klassiker, wetterfest.

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Freitag, 6. August 2010
Schrecklich viel
Eigentlich brauchte ich einen eigenen kleinen Schrank nur für die Gebrauchsanleitungen aller elektrischen, elektronischen und mechanischen Geräte, die sich im Laufe langer Haushaltsjahre bei uns auf drei Etagen unseres Hauses und in der Werkstatt angesammelt haben.

Zurzeit bewahre ich sie an verschiedenen Plätzen auf:
Anleitungen und Garantieurkunden von Küchen-und Haushaltsgeräten natürlich nahe der Küche.
Alles rund um den Computer im häuslichen Büro.
Und der Rest - eine ganze Menge - in einem dicken Hängeordner im Dachgeschoss.

Welchen "künftigen Elektroschrott" (wie der Holzwurm es spitz, aber nicht unzutreffend ausdrückt) wir in Jahrzehnten gehortet haben und mehr oder gelegentlich auch minder intensiv benutzen, erschreckt mich beinahe.
Lampen, Uhren, Auto- und Fahrradzubehör, Werkzeug, Gartengeräte, Telefone, Küchengeräte, Radios und Fernseher....Und zu allem gibt es Anleitungen und Papiere.

Vieles ist eigentlich viel zu billig, wenn man es an den Folgen für die Umwelt misst, am Rohstoffverbrauch, an der Schadstofferzeugung.
Auch als eigentlich sehr umweltbewusster Mensch bin ich verführbar.
Nicht durch eigentlichen Luxus, nein.
Sondern durch praktisch erscheinende Dinge wie beispielsweise das Mini-Tool, mit dem man bohren, schleifen, fräsen kann. Oder die elektrische Zahnbürste, oder das batteriebetriebene Maniküre-Set...
Und nun sind alle Schränke damit gefüllt.

Eigentlich fühle ich mich mittlerweile nicht reicher durch diese vielen "praktischen" Sachen.

Manchmal stehlen sie mir sogar richtig Zeit.
Seit einer Stunde suche ich schon die Anleitung für den Funkkopfhörer, den ich schon seit längerem nicht mehr benutzt habe...

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Sonntag, 23. Mai 2010
Do-it-yourself-Geschenk
An meinem Geburtstag kündigte mir die Schwiegertochter noch ein "kleines Päckchen" als Geschenk an.

Das "Päckchen" kam auch. Und es entpuppte sich als ein schöner stabiler dreibeiniger Metalltisch für den Garten.
Statt einer Tischplatte lag im Rahmen allerdings nur eine relativ dünne lose Blechplatte.

Da hatten Sohn und Schwiegertochter ja eine hübsche Idee! Seit Jahren nämlich habe ich bei den Feldbegehungen mit den Archäologen nicht nur historische Funde gemacht, sondern auch neuzeitliche Scherben gesammelt. Überwiegend Scherben von blau-grauen Salzglasurtöpfen oder altem Küchengeschirr, meistens aus den vergangenen zwei Jahrhunderten, aber gelegentlich ist auch mal ein etwas älteres Bruchstück dabei.

Nun habe ich den heutigen bayrisch-blau-weißen Pfingstsonntag trefflich genutzt und aus meinen Scherben und einigen zerschlagenen Fliesen einen Mosaiktisch gebastelt.

Und ich bin sehr zufrieden damit, denn er ist immer noch nicht zu schwer, um ihn überall dahin zu tragen, wo mir gerade ein Beistelltisch fehlt.
Und er ist doch auch ganz hübsch geworden, nicht wahr?


Der fertig verfugte Tisch.


Und hier ein kleiner Blick auf die Scherben in der Tischmitte - darunter sind die ältesten meiner gesammelten Stücke.


Einen lieben Dank an meine Kinder für das kreativitätsfreikitzelnde Geschenk..!

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Mittwoch, 25. November 2009
Glaubt mir ja doch keiner...
dass wir heute wieder leckere Butterpilze, Rotfußröhrlinge, rauchgraublättrige Schwefelköpfe und Rüblinge für zwei Mahlzeiten gefunden haben.

Das milde Wetter und die Sonne haben uns in den Wald getrieben.

Und den restlichen Tag habe ich damit verbracht, meinen Nachbarn zum Arzt zu fahren, einzukaufen und 48 Säckchen aus rotem Sackleinen zu nähen und mit Süßigkeiten zu befüllen, damit Enkel und Beuteenkel Adventskalender haben.
Allerdings sieht jetzt mein Werk- und Arbeitszimmer aus wie ein Schlachtfeld.

In vier Wochen ist Weihnachten...

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Donnerstag, 1. Oktober 2009
Riesen-Boviste
Eben gefunden.

Das Abendessen ist gesichert: In Scheiben geschnitten, in Ei und Semmelbrösel gewälzt und in Butter ausgebacken: Köstlich!

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Dienstag, 2. Juni 2009
Bauerversammlung
Den Blaumeisen-Bauer habe ich ja bereits vorgeführt.

Aber wie das so ist, haben sich weitere Vogelbauer bei mir ein Plätzchen gesucht.
Wie der Volksmund sagt: Wo Tauben sind, fliegen Tauben hin.
Einige Bauer habe ich gekauft und auch genutzt, aber die meisten sind irgendwie als Geschenk zu mir gekommen.




Mancher Käfig kommt aus dem fernen Osten.


Der rechte Käfig ist nur eine verkleidete Laterne.


Manchmal sitzen auch recht "schräge Vögel" im Käfig.




Meine beiden schönsten Käfige sind mehr als 100 Jahre alt. Das grüne "Jägerhaus" habe ich in einem Antikladen auf der Reise nach Prag gefunden. Es hat sehr schön geätztes Glas in den Fenstern.



Diese Voliere ist nun das richtige lebendige Vogelhaus. Ein Weibchen brütet schon wieder...

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