Mittwoch, 27. Juni 2012
Jeff Koons
Der am teuersten gehandelte zeitgenössische Künstler wird gleichzeitig in zwei Frankfurter Häusern präsentiert.

Bei der Preview konnte ich dabei sein. Und habe mich sehr über die frei interpretierten Koons'schen Stadtmusikanten gefreut, so als alte Bremerin...



Bei den Gemälden gibt es ein Separee, das nur für Besucher ab 18 Jahren zugänglich ist.
Nein, keine Gewaltszenen.
Wer es sehen will, gehe in die Ausstellung. Bei den Abbildung findet sich davon nichts.
Da geht es in der Kunstserie "Made in Heaven" bei Jeff Koons und Cicciolina eindeutig und großformatig zur Sache.

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mit zeitgenössischen künstlern wie auch mit diesem, habe ich so meine schwierigkeiten – das allgemeine kuddelmuddel macht mich ziemlich nervös... aber bekanntlich über kunst und geschmack kann man nicht streiten ;-)

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In Erwartung von viel süßlichem Kitsch bin ich in die Ausstellung gegangen.
Genau das gab es - auch. Aber super präzise gemalt. Und irgendwie hat die Bilderwelt von Koons (vielleicht eingeschränkt die eindeutigen Pornos) mich heiter gestimmt. Und hat nicht nur mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Seine Skulpturen passten sich zu meiner großen Überraschung verblüffend gut in die klassische Skulpturensammlung des Liebighauses ein, damit hatte ich tatsächlich nicht gerechnet. Koons verwendet viel Edelstahl - auch wenn man glaubt, man habe einen Luftballon vor sich. Er spielt mit Erfahrungen und Erwartungen und Zitaten und lässt sich absolut nicht auf etwas festnageln.
Er hat tatsächlich meine Erwartungen an Kunst erfüllt:
Sie soll anregen, verblüffen, man soll sich reiben und soll sich mit der jeweiligen Arbeit auseinander setzen.
Und das auch, wenn man eigentlich etwas ganz anderes als schön empfindet.

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