Donnerstag, 21. Mai 2020
Grüne Mimikry


In meinem Garten wachsen Erdbeeren und Giersch in inniger Lebensgemeinschaft.
Wenn ich den Giersch aus meinen Erdbeeren entfernen will, rupfe ich auch oft die Erdbeerpflanzen mit aus. Die jungen Blätter sind sich einfach sehr ähnlich.
Oder man braucht Stunden.
Ganz schön raffiniert. Und auch die Himbeeren haben dieses dreilappige Blatt.
Zum Glück ist ja keines giftig bei Verwechselung.
Das sieht bei meinem Bärlauch und den Maiglöckchen aber anders aus.
Eigentlich kann man alle diese Pflanzen nicht verwechseln. Die Haptik und der Geruch sind sehr verschieden.
Doch für Ungeübte kann es sehr gefährlich werden.

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Mittwoch, 6. Mai 2020
Eine andere Pflanzenbörse


Vor 30 Jahren hatte ich gemeinsam mit anderen Gartenbesitzerinnen beim BUND die Idee einer Pflanzenbörse, bei der Gartenanfänger sich die überzähligen Stauden, Gartengeräte, Setzlinge oder Sämereien von Gartenbesitzern und dazu guten Rat abholen können. Und all das nur auf Spendenbasis.

In Coronazeiten ist ja eine solche meist sehr gut besuchte Veranstaltung mit ziemlichen Andrang nicht möglich. So habe ich sie diesmal als "kontaktlose" Minibörse vor meine Haustür geholt. Zwei Tage lang konnten sich Interessenten die bereitgestellten Pflanzen ansehen und mitnehmen und auch gerne die Spardose füttern.

Dabei ergab sich so manches gute Beratungsgespräch über den Gartenzaun. Und manchem Besucher grub ich auch noch auf Nachfrage das eine oder andere Kräutlein aus meinem Garten aus.

Es war viel entspannter als zu unseren üblichen Frühjahres- und Herbstbörsen; keine Schlacht um die schönsten Pflanzen schon direkt aus dem Kofferraum.

Und das Beste war das Spendenergebnis: Es kam mehr als doppelt soviel für unsere BUND-Gruppe zusammen wie sonst. Corona verändert wirklich vieles...!

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Dienstag, 28. April 2020
Wenn das Leben so weitergeht...
...dann darf ich mich auch in Coronazeiten nicht beklagen.

Gestern konnte ich auf ein dreiviertel Jahrhundert Lebenszeit zurückblicken. Wer wäre nicht dankbar, wenn diese Zeit nur wenig und vorüber gehenden Kummer und vergleichsweise begrenzte gesundheitliche Beeinträchtigungen bereit hielt? Dafür aber viel buntes Leben, spannende Aktivitäten und ein liebens- und lebenswertes Umfeld, bevölkert mit engagierten und spannenden Menschen bot?
Und das alles in hierzulande friedlichen Zeiten?

Ich weiß, dass ich mich glücklich nennen darf.
Und das ist wahrlich nicht mein Verdienst...

Dank an alle, die mich in dieser langen Zeit stets oder eine Wegstrecke lang begleitet haben. Und auf die ich mich stützen kann: Meinen Holzwurm, meine Kinder, alle weiteren Mitglieder der weitläufigen Familie, eine große Zahl guter, zugewandter und verlässlicher Freunde und Freundinnen und liebe Nachbarn.

Was braucht ein Mensch denn mehr...?

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