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Donnerstag, 28. Januar 2010
Widerborstig
siria, 18:53h
Je mehr weiße Haare sich in meinen dunklen Haarschopf mischen, umso schwieriger ist es, eine Fasson hinein zu bekommen.
"Harte Haare" hat der Friseur früher zu meinem Kopf-Schmuck gesagt. Jetzt erscheinen sie mir schon etwas dünner und nicht mehr so üppig- bis auf die weißen eben. Die machen was sie wollen und halten sich auch nicht an Liege- und Schnittvorgaben.
Wenn alle weiß sind wird es besser, hat mir der Friseur versprochen. Dann werden vermutlich auch meine Haare altersweise.
Eine Tonsur wie der Holzwurm werde ich aber nie bekommen...;-)
"Harte Haare" hat der Friseur früher zu meinem Kopf-Schmuck gesagt. Jetzt erscheinen sie mir schon etwas dünner und nicht mehr so üppig- bis auf die weißen eben. Die machen was sie wollen und halten sich auch nicht an Liege- und Schnittvorgaben.
Wenn alle weiß sind wird es besser, hat mir der Friseur versprochen. Dann werden vermutlich auch meine Haare altersweise.
Eine Tonsur wie der Holzwurm werde ich aber nie bekommen...;-)
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Leserituale
siria, 01:02h
"Bei eines Strumpfes Bereitung
Sitzt sie im Morgenhabit;
Er liest in der Kölnischen Zeitung
Und teilt ihr das Nötige mit."
Nein. So beschaulich wie bei Wilhelm Busch läuft es bei uns nicht. Die Zeitung lese ich schon selber, und unsere FR schätze ich sehr. In allen ihren Teilen. (Bloß der Sportteil würde mir nicht im geringsten fehlen. No sports...) Schließlich war der Holzwurm in seinem 1.Leben dort lange Jahre Redakteur.
Schade nur, dass die Lokalberichterstattung Rhein-Main zumeist an den Südhängen der Taunusberge endet - wir leben nördlich davon.
Da ich es mir erlauben kann, dauert die Lektüre gerne auch schon mal 1 1/2 Stunden. Morgens, bei einer sehr großen Kanne Tee.
Und abends habe ich noch einmal das Vergnügen: Mein privater Ausschnittdienst - der Holzwurm -legt mir einige Zeitungsseiten mit lokalen Nachrichten auf den Tisch. Glücklicherweise gibt es in unserer Gegend noch zwei weitere Tageszeitungen, und in denen spielt die regionale Berichterstattung die Hauptrolle - so bin ich auch über das politische und Vereinsleben außerhalb meines eigenen Wirkungskreises ausreichend informiert. Die weltpolitischen Mäntel drumherum sindgruselig hervorragend als Unterlage beim Schuheputzen zu gebrauchen...Sie haben ein größeres Format als die FR.
Das Gute ist: Die beiden Lokalblättchen steckt uns der Nachbar abends in den Briefkasten. Kostenlos.
Fast nicht angerührt. Denn er und seine Frau lesen bloß die Todesanzeigen - damit sie keine Beerdigung verpassen...
Sitzt sie im Morgenhabit;
Er liest in der Kölnischen Zeitung
Und teilt ihr das Nötige mit."
Nein. So beschaulich wie bei Wilhelm Busch läuft es bei uns nicht. Die Zeitung lese ich schon selber, und unsere FR schätze ich sehr. In allen ihren Teilen. (Bloß der Sportteil würde mir nicht im geringsten fehlen. No sports...) Schließlich war der Holzwurm in seinem 1.Leben dort lange Jahre Redakteur.
Schade nur, dass die Lokalberichterstattung Rhein-Main zumeist an den Südhängen der Taunusberge endet - wir leben nördlich davon.
Da ich es mir erlauben kann, dauert die Lektüre gerne auch schon mal 1 1/2 Stunden. Morgens, bei einer sehr großen Kanne Tee.
Und abends habe ich noch einmal das Vergnügen: Mein privater Ausschnittdienst - der Holzwurm -legt mir einige Zeitungsseiten mit lokalen Nachrichten auf den Tisch. Glücklicherweise gibt es in unserer Gegend noch zwei weitere Tageszeitungen, und in denen spielt die regionale Berichterstattung die Hauptrolle - so bin ich auch über das politische und Vereinsleben außerhalb meines eigenen Wirkungskreises ausreichend informiert. Die weltpolitischen Mäntel drumherum sind
Das Gute ist: Die beiden Lokalblättchen steckt uns der Nachbar abends in den Briefkasten. Kostenlos.
Fast nicht angerührt. Denn er und seine Frau lesen bloß die Todesanzeigen - damit sie keine Beerdigung verpassen...
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Montag, 25. Januar 2010
Entscheidungen ausbaden
siria, 22:50h
Eigentlich sollte es doch nicht so schwer sein, ein Waschbecken und ein Hängeklo auszutauschen.
Beide Teile - in zwei unterschiedlichen Bädern des Hauses - haben nach etwa 15 Jahren Risse bekommen, Altersermüdungen. Und die Armatur korrodiert leise vor sich hin und tropft...
Die Bodenfliesen im größeren Bad müssen auch raus. Die darunterliegenden Fachwerkbalken lassen sich anhand von Spannungsrissen in den großen Fliesen wunderbar erkennen. (Jetzt weiß ich auch, warum der Vorbesitzer des Hauses in den 60er Jahren hatte klitzekleine Fliesen im Windmühlendekor verlegen lassen, bei denen mir immer ganz schwindlig wurde, und von denen wir uns gerne getrennt haben...)
Mein formschönes Halbeinbauwaschbecken in klassischem Oval gibt nicht mehr. Und andere Lösungen werden vermutlich einen umfangreicheren Umbau der gefliesten Unterbaukonstruktion nach sich ziehen.
Ganz schön blöd für eine erfolgreiche Entscheidungsfindung, der ja immer auch ein Blick ins Portemonnaie vorausgeht.

Das Internet kann mir leider auch kein Waschbecken backen, das vom Markt verschwunden ist...
Obgleich ich nun schon zwei Tage auf allen Seiten bekannter Sanitärkeramik-Hersteller herumsuche, bin ich noch genau so dumm wie vorher.
Bloß auf höherem Niveau.
Beide Teile - in zwei unterschiedlichen Bädern des Hauses - haben nach etwa 15 Jahren Risse bekommen, Altersermüdungen. Und die Armatur korrodiert leise vor sich hin und tropft...
Die Bodenfliesen im größeren Bad müssen auch raus. Die darunterliegenden Fachwerkbalken lassen sich anhand von Spannungsrissen in den großen Fliesen wunderbar erkennen. (Jetzt weiß ich auch, warum der Vorbesitzer des Hauses in den 60er Jahren hatte klitzekleine Fliesen im Windmühlendekor verlegen lassen, bei denen mir immer ganz schwindlig wurde, und von denen wir uns gerne getrennt haben...)
Mein formschönes Halbeinbauwaschbecken in klassischem Oval gibt nicht mehr. Und andere Lösungen werden vermutlich einen umfangreicheren Umbau der gefliesten Unterbaukonstruktion nach sich ziehen.
Ganz schön blöd für eine erfolgreiche Entscheidungsfindung, der ja immer auch ein Blick ins Portemonnaie vorausgeht.

Das Internet kann mir leider auch kein Waschbecken backen, das vom Markt verschwunden ist...
Obgleich ich nun schon zwei Tage auf allen Seiten bekannter Sanitärkeramik-Hersteller herumsuche, bin ich noch genau so dumm wie vorher.
Bloß auf höherem Niveau.
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Sonntag, 24. Januar 2010
Schneeflöckchen, Weißröckchen
siria, 23:20h
Wieder alles weiß.
Ist doch eigentlich ganz normal für diese Zeit.
Und es gibt immer ein Auf und Ab im Laufe der Jahre.
Vor ein paar Jahrzehnten hatte nach ein paar schneereichen Jahren jemand die gute Idee, am Feldberg im Taunus einen Skilift zu installieren.
Prompt gab es sieben Jahre ohne nennenswerten Schneefall - und der Betreiber machte pleite.
In den dann folgenden Jahren gab es dann wieder Schnee, aber nie wieder einen Skilift.
Und innnerhalb der Jahre ohne großen Schneefall hatte jemand die originelle Idee, Plastikelemente auf den Siefriedschuss, die steile Abfahrtsstrecke - zu montieren, auf denen Skifahren ohne Schnee möglich war.
Bloß dass dann eben wieder Schnee fiel...
Und danach waren die Elemente kaputt und auch dieser Betreiber pleite.
Um 1880 erhob ein Frankfurter Privatgelehrter im Taunus als einer der Ersten überhaupt die Sozialdaten von den Bewohnern der fünf am höchsten liegenden Dörfer im Hohen Taunus.
Und beschreibt darin, dass diese sehr armen Dörfer im Winter wegen des Schnees bis zu vier Monaten von der Außenwelt abgeschnitten waren.
Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen...
Aber wenn das Streusalz knapp wird, wie zur Zeit, fühlen sich die Autofahrer schon am Rande einer Katastrophe....
Ist doch eigentlich ganz normal für diese Zeit.
Und es gibt immer ein Auf und Ab im Laufe der Jahre.
Vor ein paar Jahrzehnten hatte nach ein paar schneereichen Jahren jemand die gute Idee, am Feldberg im Taunus einen Skilift zu installieren.
Prompt gab es sieben Jahre ohne nennenswerten Schneefall - und der Betreiber machte pleite.
In den dann folgenden Jahren gab es dann wieder Schnee, aber nie wieder einen Skilift.
Und innnerhalb der Jahre ohne großen Schneefall hatte jemand die originelle Idee, Plastikelemente auf den Siefriedschuss, die steile Abfahrtsstrecke - zu montieren, auf denen Skifahren ohne Schnee möglich war.
Bloß dass dann eben wieder Schnee fiel...
Und danach waren die Elemente kaputt und auch dieser Betreiber pleite.
Um 1880 erhob ein Frankfurter Privatgelehrter im Taunus als einer der Ersten überhaupt die Sozialdaten von den Bewohnern der fünf am höchsten liegenden Dörfer im Hohen Taunus.
Und beschreibt darin, dass diese sehr armen Dörfer im Winter wegen des Schnees bis zu vier Monaten von der Außenwelt abgeschnitten waren.
Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen...
Aber wenn das Streusalz knapp wird, wie zur Zeit, fühlen sich die Autofahrer schon am Rande einer Katastrophe....
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