Sonntag, 26. Oktober 2008
Ein bisschen peinlich
Die Redakteure in Zeitungen und Funkhäusern haben vermutlich einen Ordner in der Schublade, in dem sie "Experten" für alles und jedes sammeln. So stelle ich mir das jedenfalls vor. Außerdem schreiben sie gerne voneinander ab.

Irgendwann sind wir auch in einen solchen Ordner geraten. Und sind von einer Zeitung zur nächsten und von einem Fernsehsender zum nächsten weitergereicht worden. Als Sachverständige für Kriegsflüchtlinge, als Pilz- und Apfelexperten und als Umweltfuzzies haben wir häufig Interviews zu geben. Unsere Erfahrung als "Alt-68er" wurde abgefragt und gerade lief in zwei Sendern ein Statement darüber, wie weit uns die Finanzkrise am A...vorbei geht, da der Holzwurm und ich ja so sagenhaft selbstversorgerisch tätig sind.

Vermutlich fallen wir wirklich etwas aus dem Rahmen mit unseren diversen praktischen Fähigkeiten und alternativen Möglichkeiten.

Grundsätzlich und bei allen Beiträgen purzeln allerdings unsere selbstkritischen Anmerkungen einfach unter den Tisch. Alle Redakteure und -innen haben uns und unser Haus offensichtlich innig in ihre Herzen geschlossen und uns auf den Typ "originelle Gutmenschen" abonniert.

Aber vielleicht sind wir ja wirklich so toll, wie man uns schildert...? Muss ich mal ernsthaft drüber nachdenken.

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Samstag, 25. Oktober 2008
Geht nicht runter wie Öl
Wie bereits Frau Feuerlibelle Ende August, so mache ich jetzt auch eine Traubenkur mit unseren eigenen blauen Weintrauben. Sie haben etwas länger zur Reife gebraucht. Aber sie schmecken köstlich!

Nur die Kerne, die sind so dick und hart, dass ich sie beim besten Willen nicht zerbeißen kann. Und im Ganzen bekomme ich sie auch nicht runter - es geht einfach nicht. Unsere Trauben kann man nur zutzeln.

Da werde ich mir wohl eine Flasche mit Traubenkernöl kaufen müssen. Für die Kuranwendung.

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Donnerstag, 23. Oktober 2008
Katzenmusik
Mit einem geduldigen Hund und zwei jämmerlich maunzenden Katzen in ihren Körben fuhr ich heute die 18 Kilometer zum Tierarzt.
Schnell ging es nicht. Der Nebel hatte die Landschaft geschluckt.

Mendelsohn-Bartholdy möge es mir verzeihen, dass ich sein wunderbares Violinkonzert dazu missbrauchte, den Katzengesang zu übertönen.
Aber 18 Kilometer bei dichtem Nebel dauern lang.

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