Donnerstag, 28. März 2019
Brexit-Cat

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Mittwoch, 20. März 2019
Verwirrend. Wie der ganze Brexit.
Andere Parlamente, andere Sitten.
Manchmal auch ziemlich missverständlich.

In den Übertragungen der Brexit-Diskussionen und Abstimmungen vernahm ich in der letzten Zeit häufig den Satz: The eyes on the left, the nose on the right...

Das fand ich eigenartig. Warum die Augen links und die Nase rechts?

Ein Hörfehler. Es soll heißen
The aye's on the left, the no's on the right.

Aye,aye, ihr Brexiteers. Jetzt habe ich verstanden...!

(Und gut, dass ich meine zweite Fassung über meine Suchmaschine bestätigt bekommen habe. Parlamentarische Bräuche, speziell in England, sind schon manchmal bizarr. Lustig ist beispielsweise, dass einer der Parlamentarier das riesige Szepter entführen wollte. Denn ohne dieses Szepter - es liegt auf dem Tisch, an dem May und andere ihre Reden halten - wäre keine Abstimmung gültig. Amüsant fand ich auch, dass Abstimmungsergebnisse von Abgeordneten in einer Art Choreographie vorgetragen werden. Und nicht zuletzt habe ich John Bercow, den Speaker, geradezu in mein Herz geschlossen. Welche Stimmgewalt!
So amüsant geht es in unseren Parlamenten wirklich nicht zu...Schade eigentlich.)

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Montag, 11. März 2019
Li-Li vs. Greta
"Von Kindern und Jugendlichen kann man nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen."
Zitat Lindner nach afp.

Falls das so ist, lieber Herr Lindner von den Liberalen, dann sollte man dieses doch wenigstens von den Erwachsenen erwarten können.
Da habe ich dann doch so meine Zweifel, Herr Sportwagenfahrer.
Und den Beweis, etwas zum Besseren zu wenden, haben Sie ja auch vergeigt...

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Sonntag, 6. Januar 2019
Fortsetzung folgt
Wenn man einmal unter einem speziellen Thema im Fernsehen war, gilt man vermutlich schon als "Experte" dieses Themas und als bewährter Darsteller.
Zwei Einladungen zu Talkshows haben wir schon mal abgelehnt.
Aber jetzt wird es doch wohl noch einen Nachklapp zum Thema "Wie hält man es über Jahrzehnte mit seinem Partner aus?" geben. Wir haben ja auch schon vier weitere Jahre Erfahrung....!

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Dienstag, 4. Dezember 2018
Inspirierend in diesen Zeiten
Das ist doch mal ein Adventskalender ganz nach meinem Herzen!

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Freitag, 30. März 2018
Wir werden überrannt...
Schon zwei Dutzend Mietinteressenten fragten nach unserem Häuschen.
Jetzt weiß ich auch warum. Nicht nur weil es so gemütlich aussieht.

Nein. Wir liegen mit dem Mietpreis nur 5 € über dem Satz, den Geld verdienende Asylbewerber - die noch keine Wohnung auf dem freien Markt gefunden haben - seit kurzem für ihr Bett und den Spind in der Gemeinschaftsunterkunft zahlen müssen.

Für die muss unser Häuschen wie eine Oase in der Wüste scheinen. Aber es ist nur eine Fata Morgana. Wir haben ja nur dies eine Häuschen zu vermieten.

Mir macht das Magendrücken und ein schlechtes Gewissen.Es wird hart, sich zu entscheiden.

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Freitag, 16. Februar 2018
Theaterdonner
Wird bei euch wieder ein Krimi gedreht? Das fragten mich etliche Leute, die vom Bäcker aus sahen, dass die Polizei unseren Hof mit Flatterband abgesperrt hatte und zwei junge Polizisten mit ihrem Bus quer standen, um Besucher am Betreten unseres Grundstückes zu hindern.

Nein, kein neuer Taunuskrimi mit Ulrich Tukur.

Aber die eine Nachbarin hatte im Haus der Mutter eine Handgranate gefunden und wollte sie nach telefonischer Ankündigung zur Polizei bringen.
Worauf dort aufgeregt verfügt wurde, dass diese Handgranate umgehend möglichst weit vom Haus entfernt abgelegt und keinesfalls transportiert werden dürfe, bis Spezialisten zur Begutachtung eingetroffen seien.
Und so lag sie dann in unserem Garten, und die Nachbarin klingelte uns früh aus dem Bett. Hund und Katze mussten eingesperrt werden. Sie sollten nicht auf die Idee kommen, mit den Teilen zu spielen.
Und auch wir sollten nicht auf den Hof gehen.

Das erfuhr eine weitere Nachbarin und brachte den Polizisten noch eine Granate aus dem ersten Weltkrieg. Die hatte ihr Großvater als Andenken an den lebend überstandenen Feldzug behalten.

Die Spezialisten kamen und durchleuchteten die zwei potentiellen Mordinstrumente.
Glücklicherweise waren beide Teile nicht mehr gefährlich, aber sie haben sie mitgenommen.

Ein seltsames Gefühl: Bei uns eine Riesenaufregung. Anderswo sterben Tausende von Menschen durch Tonnen von diesen Waffen, die in Massen auch in unserem Land produziert werden.
Und das zweitgrößte Munitionslager unserer Republik liegt nur 2 km von uns entfernt im Wald.
Darüber denkt aber kaum ein Mensch mehr nach.

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Samstag, 21. Oktober 2017
# me too
Älter werden hat nach meiner Erfahrung einen großen Vorteil: Im Allgemeinen werde ich heute von den meisten Menschen höflich, freundlich und respektvoll behandelt. Ich bin eben raus aus dem "reizvollen" Alter.

Aber auch ich kenne aus jüngeren Jahren, vor allem in der Zeit als aktive Gemeindevertreterin - tätliche und verbale Übergriffigkeit, sexuelle Anzüglichkeiten, Brustgrapschen und Kniffe in den Po. Mehrmals sogar im Beisein anderer Menschen, denen es genau wie mir die Sprache verschlug ob der Frechheit und vor allem der Peinlichkeit dieser Attacke.
Bürgermeister, Erster Beigeordneter, reich gewordener Unternehmer, leider auch der Fraktionsvorsitzende der eigenen Partei...alle kleine Weinsteins.

Leider bin ich in solchen Situationen nie schlagfertig gewesen. Weder verbal noch handfest.
Gut dass heute das Gesetz auf der Frauenseite ist.
Und ich wäre heute nicht mehr so sprachlos....

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Samstag, 8. Juli 2017
Positionsbestimmung
Was da in Hamburg passierte, verschlägt einem die Sprache.
Dass es bei den G20 -Gesprächen schon gefeiert wird, dass es keinen Rückschritt von früheren Positionen gegeben hat - das war voraussehbar.
Dass es wie immer Chaoten im Schutze der demonstrierenden Menge geben würde: auch das war zu erwarten.
Es macht mich wütend, dass aber kaum etwas von den ernsthaften und friedfertigen Protesten und von alternativen Veranstaltungen berichtet wird, weil es Gruppen von Gewalttätern gelang, das Gewaltmonopol der Polizei außer Kraft zu setzen, immense Schäden anzurichten und zur hässlichen Fratze des Protestes zu werden.

Was soll daran politisch sein, Menschen mit Stahlkugeln zu verletzen, Existenzen von kleinen Ladenbesitzern zu gefährden oder Geschäfte auszuräumen; Anwohner zu bedrohen oder mit Steinen zu bewerfen, wenn sie ihre in Brand gesteckten Autos löschen wollten? Was soll mit solcher Gewalt verbessert werden?

Da ärgert es mich gewaltig, wenn von "Linksextremisten" die Rede ist. Pure Lust an der Zerstörung ist einfach nur kriminell und hat mit der politischen Definition von links oder rechts nichts, aber auch gar nichts zu tun.

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Sonntag, 19. Februar 2017
Was passierte gestern in Schweden?
Trump liest nicht, er mag keine Bücher, hat er mal gesagt.
Da wird er Faust auch nicht kennen.

Goethe, Faust, Teil 5:

Andrer Bürger:

Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten.


Aber dass man seine einfältigen Anhänger mit erlogenen Gruselnachrichten manipulieren kann - das hat er begriffen.
Doof, das in Schweden gestern gar nichts passiert ist.
Trotz der vielen Flüchtlinge...

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