Dienstag, 12. Februar 2008
Ein Schrank voll Erinnerungen
Ein guter Freund hat morgen einen besonderen Geburtstag. Für eine selbstgestaltete Glückwunschkarte durchforstete ich meinen Schrank nach alten Fotos von ihm.

Es muss viele von ihm geben, denn seit Jahrzehnten feiern wir unsere Geburtstage gemeinsam, haben auch Urlaubsfahrten zusammen unternommen.

Wieviele Fotopapier-Schachteln mit Aufschriften "Hamburger", "Berliner", "Walsroder", "Bremer","Schwäbische Verwandtschaft" , "Musik", "Politik", "Hof und Garten", "Alte Familienbilder", "Reisen" enthält bloß dieser Schrank? Zudem habe ich in großen Kartons noch Dutzende von Fototaschen mit Bildern, die nicht zugeordnet sind zu Geburtstagen, Sommerfesten, Kinderbildern, Ausflügen.

Es wird Monate dauern, dass aufzuarbeiten und zu beschriften.

Brauchbare Fotos von unserem Freund konnte ich nicht finden. Aber viele Familienbilder gerieten mir in die Finger. Alte Fotos von mir, die damals eigentlich keine Gnade gefunden haben, sehe ich heute in einem milderen Licht. Wie war ich noch jung....

Fotos helfen der Erinnerung auf die Sprünge.
Aber die schiere Fülle erschlägt mich auch. Vor allem, wenn ich daran denke, dass auch schon meine externe Festplatte gefüllt wird mit Bildern, Bildern, Bildern....

Na gut, die nehmen wenigstens keinen Platz in meinem Schrank ein.

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Sonntag, 10. Februar 2008
Sonniger Februarsonntag
Auch wenn schon der erste Zitronenfalter die Wärme genießt:




Der kleine Gartenteich im Schatten trägt noch eine Eishaut.

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Sonntag, 10. Februar 2008
Grenzgang
Einmal im Jahr treffen sich die Gemeindevertreter(innen) unseres Dorfes ( und das sind 31) und die Ortsbeiratsmitglieder ( nochmal etwa 20, aber zwischen beiden Gruppen gibt es Schnittmengen) mit ihren Lebenspartnern zu einer etwa dreistündigen Wanderung, um die Grenzen unserer Gemeinde kennen zu lernen.

In alten Zeiten wurden Parlamentsneulinge ja bei jedem Grenzstein geohrfeigt - getreu der Erfahrung, dass man aus Schmerz am besten lernt. Heute gehört das glücklicherweise nicht mehr zum Brauchtum.

Das Entfernen von Grenzsteinen war früher ein Verbrechen, wurde aber immer wieder versucht. Erbitterte Kämpfe soll es auch in unserer Region um manchen Stein gegeben haben. ( Heute gibt es nur noch Ärger, wenn jemand einen solchen schön behauenen Sandstein zum Schmücken seines Gartens ausgräbt. Erlaubt ist das immer noch nicht. Kriege sind da aber eher selten zu vermelden, das ist eindeutig ein Fortschritt.)

Heute war wieder so ein Wandertag, der ein klein wenig an einen Almauftrieb erinnert. Vorneweg der Vorsitzende des Parlaments, der für wirklich wunderbares Frühlingswetter im Februar gesorgt hatte. Dahinter in langer Schlange etwa 75 Dorfpolitiker mit "Gatt(inn)en". Und fast ein Dutzend Hunde.

Ich nur mit Hund. Der Holzwurm wollte bei dem Wetter lieber unsere Apfelbäume schneiden.

Politische Gespräche wurden dabei nur verhalten mit Parteifreunden geführt. Zum politischen Konkurrenten war man heute einfach nur nett - damit nämlich am Ende der Strecke das gemeinsame Büfett und das frische Bier gut mundete.

Streit ist dann bei der nächsten Gemeindevertretersitzung wieder angesagt.....

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