Sonntag, 28. Oktober 2012
Herbst mit Rückenwind und Schnee
Ist das wirklich erst ein paar Tage her?








Gestern eine Premiere: Noch nie habe ich hier in den vergangenen 37 Jahren hier Schnee im Oktober erlebt...Und kalt wurde es - zu frostig für meine wunderbar blühende Engelstrompete, von der ich heute früh nur noch Stecklinge schneiden konnte...



Unser Nussbaum hat auch prompt beschlossen, alle seine noch reichlich hängenden restlichen Blätter abzuwerfen.
Und das innerhalb weniger Stunden. Sieben 380-Liter-Säcke voll.



So war die jährliche Sklavenarbeit des Laubkehrens auf einen Rutsch erledigt. Und das bei schönstem Sonnenschein. Nun sieht unser Nussbaum sehr nackt aus.



Die Kraniche auf ihrem Flug in den Süden hatten es wettermäßig heute besser als an ihrem gestrigen ersten Hauptflugtag. Sie konnten sich über einen günstigen Rückenwind und Sonnenschein freuen und flogen laut trompetend zu Tausenden über uns hinweg, oft auch sehr niedrig. Und so schnell, dass ich mit der Kamera gar nicht folgen konnte.



Ein wunderbares Schauspiel in jedem Jahr...

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Montag, 22. Oktober 2012
Tomaten aus Mallorca


Ein Gast brachte uns im Frühsommer zwei kleine Tomatenpflanzen aus Mallorca mit.
Vor der weißen Südwand im Garten gediehen sie prächtig, wurden ziemlich groß und brachten recht viele leckere mittelgroße Früchte hervor.

Möglicherweise sind es die die berühmten mallorquinischen Ramallet-Tomaten, die dort, an Schnüren zu Trauben gefädelt und aufgehängt, bis in das folgende Jahr haltbar sind.
Auch bei mir hängen jetzt noch drei Trauben im Vorratsraum und reifen nach.
Sie vertragen dort gut Trockenheit. Auch meine beiden Stöcke haben nicht so sehr nach Wasser gegiert wie die anderen Sorten, die ich im Tomatenzelt untergebracht habe.

Samen davon werden im Web leider nicht angeboten.
Vielleicht kann eine Freundin auf Mallorca welche auftreiben.

Aber sicherheitshalber habe ich mal ein paar Kernchen ausgekratzt und auf Küchenkrepp getrocknet. Wenn es keine Hybriden sind, könnte ich damit vielleicht Glück haben.

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Montag, 15. Oktober 2012
Darmstadt
Ein schöner Ort, um zu heiraten: Der Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe in Darmstadt.
Großherzog Ernst Ludwig zu Hessen und bei Rhein als Sponsor gründete 1899 die Künstlerkolonie und versammelte viele der kreativsten Künstler des gerade modernen Jugendstils um sich.





Schon im Eingang zum Turm wird man auf das Thema "Liebe und Ehe" eingestimmt, ebenso im Warteraum, bevor die Zeremonie beginnt.





Auch im Trauzimmer selber findet man die passende Malerei: Der (historisierte) Großherzog überreicht seiner Frau Eleonore den Ehering.



Ein Gang über die Mathildenhöhe ist sehr romantisch.
Die goldene Russische Kapelle, die vielen Skulpturen - hier eine grimmig aussehnde von Bernhard Hoetger - sowie wunderbare Mosaikarbeiten in Mauernischen, unter Steinbaldachinen und in Wasserbecken und die umgebenden Gebäude sind als Ensemble einzigartig.



Galerien in den umliegenden Jugendstilvillen und ein Besuch im Museum auf der Mathildenhöhe versetzen in eine vergangene Zeit. Handwerkskunst auf diesem Niveau wäre heute unbezahlbar.


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Christine und Kurt, die sich gestern trauten, an diesem symbolträchtigen Ort den Bund fürs Leben einzugehen, unsere allerherzlichsten Glückwünsche!

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