Montag, 14. Mai 2012
Die kalte Sofie...
...macht ihrem Namen Ehre: Morgen früh um 5 Uhr soll die Temperatur auf den Gefrierpunkt sinken.

Da muss ich gleich noch wieder die Noppenfolie über alle Geranienkästen, die Fuchsien, Tagetes und alle Kübelpflanzen ziehen.
Die Tomaten, bereits im Überschwang der letzten warmen Tage gesetzt, habe ich schon gestern gut verpackt und gar nicht erst wieder aufgedeckt.

Haltet durch, liebe Pflänzchen. Es kann nur besser werden!

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Sonntag, 13. Mai 2012
Singe, wem Gesang...
Bei uns im Dorf wird schrecklich gerne gefeiert.

Unser Bürgermeister lässt dabei keine Gelegenheit aus, irgendwann zum Mikrofon zu greifen und zu...Nein, nicht zu reden, sondern zu singen. Am liebsten deutsche Volksmusik (oder wie unser Dirigent sagt: Musik aus der Hitparade der Gerontologen. Dabei ist unser BM noch in den späten 40ern.)

Gelegenheiten zum Singen gibt es genug.
Seniorenfeiern, Weihnachtsfeiern, die Krönung der jährlich wechselnden Apfelblütenkönigin oder wie heute die Einweihung eines neuen Geschäfts- und Verwaltungszentrums in der Mitte des Dorfes.

Das wurde ein Milliönchen teurer als geplant, sodass es nichts schaden kann, wenn der Bürgermeister singt - vielleicht wirft man ihm ja was in seinen Hut...

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Mittwoch, 9. Mai 2012
Archivarin, leicht verzweifelt
Wieder mal mache ich einen Anlauf im Interesse meiner armen Erben. Unsere Scheune ist groß, es passt viel hinein.

Ein gutes halbes Dutzend Schränke, voll mit den gesammelten Hinterlassenschaften aus kommunalpolitischer Arbeit, Umweltberatertätigkeit, Friedensengagement und Musik+Lust+Laune+ Reisen+Lernen, Bastelkram vergangener Jahrzehnte, ein Glas- und Textilienlager muss zusammengeschmolzen werden.

Eine schwere Aufgabe für eine Chronistin, Archivarin und Sammlerin wie mich. Nur noch wichtige Papiere und Dinge sollen übrig bleiben.
Aber was ist wichtig???

Jahrzehntealte Akten und Kontoauszüge: weg, klar.
Die von meiner Mutter handgeschriebenen Spanischvokabel? Fällt mir schon viel schwerer. Es sind doch Lebensspuren von ihr, die letzten...
Kinderzeichnungen, Spielzeug, Schulhefte, Briefe, Reiseerinnerungen?

Ich hasse solche Entscheidungen.

Natürlich könnte ich alles so lassen wie es ist.
Aber unsere Kinder haben irgendwann mal den Salat und müssen möglicherweise ziemlich rasch alles in einem großen Container entsorgen...
Dann gebe ich mir doch lieber selber etwas Mühe und schlucke selber den Staub.

Und versuche, unseren Kindern geordnete Verhältnisse zu hinterlassen...

(Der Holzwurm räumt auch, im Keller. Installationsmaterial, Elektrokram, Farben, Werkzeug...Alles nicht so emotional besetzt. Und beim Schrotthändler gibt es sogar für manches noch Geld.)

Und jetzt unter die Dusche....

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