Freitag, 4. November 2011
Es hört nicht auf
Seit mehr als vier Wochen möchte ich mich gegen Grippe impfen lassen. Geht aber nicht, weil immer wieder dieser verflixte Infekt aufflammt, wenn ich gerade denke, dass ich nun endlich über den Berg bin.
Kratzender Hals, dann Triefnase und Niesanfälle, vollkommen veränderte Stimme, rauchzart bis stimmbruchmäßig. Danach Hustenanfälle bis zur Angst, dass mein Asthma mich wieder erwischt hat und ich nun doch mein Cortison nehmen muss...

Und diesen grippalen Infekt habe ich mir ausgerechnet an den letzten heißen Tagen Anfang Oktober eingefangen.

Da kriegt man doch einen dicken Hals. Im wahren Sinne des Wortes...

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Mittwoch, 2. November 2011
Auch eine Konversion
Am Wochenende habe ich endlich mal wieder Bremen besucht. Anlass war ein runder Geburtstag meiner Schwägerin. Und eine der vielen Unternehmungen in dem dichtgepackten Wochenende war auch ein Spaziergang in dem Stadtviertel, in dem ich die ersten 20 Jahre meines Lebens verbracht habe.

Einer gewissen sentimentalen Rührung kann ich mich nicht erwehren, wenn ich durch die altvertrauten Straßen laufe: Mein Schulweg; die Ecke, an welcher der erste Laden meiner Eltern stand - inzwischen ein Supermarkt; das Buchgeschäft Thorban, in dem ich mit 12 mein erstes eigenes Buch kaufte; das italienische Cafe, welches früher ein Blumenladen war, aus dem dann auch mein Brautstrauß stammte...

Alles ist kleiner geworden, die Straßen scheinen mir nicht mehr so breit wie zu meiner Kinderzeit, die Wege kürzer. Die "Bremer Häuser" (zweistöckige Jugenstilhäuser mit Wintergarten), die in diesem Stadtteil typisch sind, stehen inzwischen unter Denkmalschutz und sind wunderbar restauriert. Nur inzwischen unbezahlbar.

Hinter unserem Eckhaus an der kleinen Straße, die direkt zum Bürgerpark führt, stand ein großer grauer, fensterloser Bunker, der nach dem Krieg eine Pfandleihe beherbergte. Auch noch bei meinem letzten Besuch vor etwa drei Jahren.
Zu meiner Überraschung hat er sich in ein hochmodernes Wohnhaus verwandelt, dem man seine ehemalige Funktion nicht mehr ansehen kann.



Friedensdividende nennt mein Holzwurm das.
Hat ja auch lange genug gedauert.

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Mittwoch, 26. Oktober 2011
Reflexe
Mein Mann schüttelt sich vor Entsetzen, wenn ich wieder mal zu meiner befreundeten Physiotherapeutin ziehe, um mir eine Fußreflexzonen-Massage geben zu lassen.

Mir gefällt es. Beim Kneten und Drücken meiner Füße und dem Langziehen der Zehen kann ich mich wunderbar entspannen.

Niemand ist verpflichtet, dabei an eine Heilwirkung zu glauben. Aber immer wieder überrascht mich, dass ein gelegentlicher Druckschmerz bei der Massage so genau mit den Organen korrespondiert, die bei mir eine kleine Macke haben, oder die, wie meine Gallenblase, bereits nicht mehr vorhanden sind.

So kitzelig wie mein Holzwurm bin ich eben nicht. Aber die meisten Reflexe funktionieren noch prima, denke ich.

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