Montag, 14. Februar 2011
Wehmütig
Manchmal gugele ich nur so vor mich hin. Schaue mal, was es über meinen Geburtsort so gibt. Oder über die Hansestadt im Norden, in der ich aufgewachsen bin.
Auch über die zu meinen Kinderzeiten recht kleine Stadt am Fuße der Schwäbischen Alb, in der meine Großeltern und andere Verwandte gelebt haben. Sie ist mittlerweile stark angeschwollen die Berghänge hinaufgewachsen.
Manchmal betrachte ich auch in Internetauktionen alte Postkarten dieses Städtchens und denke auf einmal an all die Ferientage, die ich bei den Großeltern verbracht habe. An die dicken Primelsträuße, die Oma und ich auf den Bergwiesen pflücken konnten und an die Namen der Kräuter, die sie mir in ihrer Heilwirkung erklärte. Und an das so ganz andere Essen als in Norddeutschland - dort gab es weder Spätzle noch Maultaschen. Und auch der Käsekuchen oder der Aniskranz oder die Himbeeren aus dem Garten schmeckten nirgends so gut wie bei der schwäbischen Großmutter.

Ach, wie ist das alles schon so lange her...

Mit dem Tode der Großeltern war auch der Familientreffpunkt in dieser kleinen Stadt aufgelöst. Viele der Verwandten sind in andere Orte des Schwabenlandes gezogen oder leben nicht mehr.

Aber die Erinnerung ist noch sehr lebendig, glücklich und wehmütig zugleich.

Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem man nicht vertrieben werden kann.

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Sonntag, 13. Februar 2011
Frühlingsboten?
Gestern gegen 22 Uhr zogen kurz hintereinander zwei Kranichzüge über unser Haus.
Ihr lautes, vertrautes Geschrei trieb mich ans Fenster. Sie müssen sehr tief über unseren Ort geflogen sein.
Sehen konnte ich sie nicht. Es war gestern sehr stark bewölkt und dunkel.

Im vergangenen Jahr sind die letzten Kraniche im Januar in den Süden geflogen...Und dann hat es noch recht lange mit dem Frühling gedauert.
Hoffentlich flogen diese in die richtige Richtung.

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Freitag, 11. Februar 2011
Ebbe langt's!
Als vor zwei Jahren mein Holzwurm für eine künstlerische Arbeit einen Preis erhielt, ahnten wir noch nichts von der unendlichen(?) Geschichte, die folgen würde.
Der neu auf den Markt gekommene Öko-Stromer ****** (früher noch mit einem der vier großen Stromriesen verbandelt) überreichte meinem Göttergatten einen überdimensionierten Gutschein über 1500 kWh Ökostrom als Preisgeld. Foto für die Presse! Fein!

Allerdings waren wir schon seit 9 Jahren Kunde eines Ökostromers, der von Anfang an allen Gewinn in nachhaltige Energieformen steckt - zu dem wollten wir anschließend auch wieder zurück.
Die 1500 kWh wollten wir allerdings auch gerne nutzen, war ja auch Öko.
Also wechselten wir. Und nach etwa einem halben Jahr und etwas mehr als 1500 kWh zahlten wir 2-3 mal brav unsere Abschläge. Und kündigten dann.

In der Abschlussrechnung erschienen die 1500 kWh allerdings nicht. Nur eine Nachforderung, die wir nicht nachvollziehen konnten. Wir wollten ja durchaus zahlen, falls noch eine Restsumme zu begleichen war, aber doch auch wissen, wofür.

Also ein freundlicher Brief an die ******, uns doch bitte eine nachvollziehbare Abrechnung zu schicken.

Statt dessen erhielten wir eine Mahnung. Die erste.

Ein Anruf vom Holzwurm im Kundendienstzentrum.
Die freundliche Dame in der Leitung versprach uns rasche Abhilfe durch Rücksprache mit den Chefs.

Nichts geschah.

Vier Wochen später die zweite Mahnung. Die nächste freundliche Kundendienstmitarbeiterin. Weitere Mails und Einschreiben. Weitere Zusicherungen, dass umgehend eine korrekte Abrechnung käme.

Und so fort. Heute dann die vierte Mahnung.

Mit geschwollenem Kamm drohten wir nun heute mit der Einschaltung der Presse und damit verbundener Negativwerbung für diesen Stromer. Rückruf der stellvertretenden Kundendienstleiterin nach Rücksprache mit ihrem Vorgesetzten: Ja, da sei ein Fehler passiert, wir bekämen noch Geld zurück, große Entschuldigung.

Wir sind gespannt.
Liebe ******, wir geben euch noch maximal zehn Tage....

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