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Mittwoch, 19. Januar 2011
Vor 20 Jahren
siria, 00:52h
Gestern erinnerte mich eine Rundfunksendung daran, dass genau vor 20 Jahren der 1. Golfkrieg begonnen hat, er dauerte sechs Wochen. In der Erinnerung sind mir geblieben die Bilder von hunderten von brennenden Ölquellen und von gespenstischen, computerspielähnlichen Aufnahmen von angeblich treffsicheren "chirurgischen" Bombardements.
Es war ein Krieg mit Ansage. "Kein Blut für Öl" protestierte die Friedensbewegung. Bush Senior führte diesen Krieg vordergründig zur Vertreibung Saddam Husseins aus Kuwait. Selbstverständlich hatte er aber dabei auch die amerikanische Rohstoffversorgung im Blick.
Vergleichsweise gab es "wenige" Opfer, obwohl das niemand überprüfen konnte.
Aber der geschlagene Saddam rächte sich an den Kurden und den Schiiten und ermordete tausende mit Giftgas.
Und Bush Junior legte dann nach Nine-Eleven im 2.Golfkrieg richtig los - mit immer noch nicht absehbaren Folgen für den gesamten Nahen Osten.
Am Tag vor diesem angekündigten Feldzug durfte ich als Mitglied des Sozialausschusses unserer Gemeinde einen integrierten Kindergarten einweihen, in dem gesunde und behinderte Kinder gemeinsam betreut werden würden. Bei meinen Grußworten bat ich die Anwesenden, sich zu erheben und einen Augenblick der Kinder zu gedenken, die vom nächsten Tag an in den Kriegsereignissen verletzt oder getötet werden würden. Es wurde sehr still im Raum...
Es war ein Krieg mit Ansage. "Kein Blut für Öl" protestierte die Friedensbewegung. Bush Senior führte diesen Krieg vordergründig zur Vertreibung Saddam Husseins aus Kuwait. Selbstverständlich hatte er aber dabei auch die amerikanische Rohstoffversorgung im Blick.
Vergleichsweise gab es "wenige" Opfer, obwohl das niemand überprüfen konnte.
Aber der geschlagene Saddam rächte sich an den Kurden und den Schiiten und ermordete tausende mit Giftgas.
Und Bush Junior legte dann nach Nine-Eleven im 2.Golfkrieg richtig los - mit immer noch nicht absehbaren Folgen für den gesamten Nahen Osten.
Am Tag vor diesem angekündigten Feldzug durfte ich als Mitglied des Sozialausschusses unserer Gemeinde einen integrierten Kindergarten einweihen, in dem gesunde und behinderte Kinder gemeinsam betreut werden würden. Bei meinen Grußworten bat ich die Anwesenden, sich zu erheben und einen Augenblick der Kinder zu gedenken, die vom nächsten Tag an in den Kriegsereignissen verletzt oder getötet werden würden. Es wurde sehr still im Raum...
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Sonntag, 16. Januar 2011
So'ne Ahnung
siria, 17:26h
Bei zwölf Grad im Schatten (denn die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel herab) kann man das berühmte Blaue Band schon flattern hören...
Heute habe ich meinen Weinstock geschnitten und überall im Garten die Stauden, die der Schnee gekippt hatte. Im Herbst lasse ich die Samenstände für die Gartenvögel immer stehen, aber jetzt waren sie nicht mehr sehr ansehnlich. Unter der Schneedecke haben die Stauden schon neu getrieben, und überall schauen bereits die Spitzen von Schneeglöckchen und Krokus aus dem Boden. Erstaunlich grün ist es im Garten.
Bloß nicht übermütig werden. Es ist immer noch Winter!
Heute habe ich meinen Weinstock geschnitten und überall im Garten die Stauden, die der Schnee gekippt hatte. Im Herbst lasse ich die Samenstände für die Gartenvögel immer stehen, aber jetzt waren sie nicht mehr sehr ansehnlich. Unter der Schneedecke haben die Stauden schon neu getrieben, und überall schauen bereits die Spitzen von Schneeglöckchen und Krokus aus dem Boden. Erstaunlich grün ist es im Garten.
Bloß nicht übermütig werden. Es ist immer noch Winter!
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Freitag, 14. Januar 2011
Jubiläum eines Bauernhofes
siria, 19:22h
Viel geschafft habe ich heute nicht, aber gefeiert.

Das Haus links im Bild, von dem man hier nur eine kleine Ecke sieht, liegt vor der Stadtmauer unserer kleinen Gemeinde, unserem Hof innerhalb des Mauerringes direkt gegenüber. Es hat wie unser Haus schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel.
Heute auf den Tag genau seit zweihundert Jahren ist die Familie der Nachbarsleute im Besitz dieses ehemaligen kurtrierischen Amtshofes.
Bei der Feier aus diesem Anlass war viel Prominenz aus der Regionalpolitik anwesend, denn der Landwirt setzt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten sehr offensiv für den ökologischen Landbau und die Vermarktung seiner Produkte ein. Seine große Familie zieht beispielhaft mit und hat sehr zum Erfolg des Unternehmens beigetragen.
In seiner konservativen Partei hatte ihm sein Einsatz für Bio anfangs eher Ablehnung und Kopfschütteln eingebracht.
Staunend lauschte ich heute den Reden seiner Parteifreunde, die jetzt - im März ist Kommunalwahl -viel Lobeshymnen auf ihn und seine Familie sangen.
Es ist eben nichts erfolgreicher als der Erfolg...
Spannend der Vortrag eines Historikers, der sich mit der Geschichte dieses Hauses befasste. Faszinierend die Fülle an wunderschön aussehenden und gut erhaltenen handschriftlichen Urkunden aus der Biedermeierzeit. Das Amtsdeutsch darin ist allerdings für den Normalbürger kaum zu verstehen.
Darin unterscheidet es sich nicht von vielen heutigen amtlichen Schreiben...

Das Haus links im Bild, von dem man hier nur eine kleine Ecke sieht, liegt vor der Stadtmauer unserer kleinen Gemeinde, unserem Hof innerhalb des Mauerringes direkt gegenüber. Es hat wie unser Haus schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel.
Heute auf den Tag genau seit zweihundert Jahren ist die Familie der Nachbarsleute im Besitz dieses ehemaligen kurtrierischen Amtshofes.
Bei der Feier aus diesem Anlass war viel Prominenz aus der Regionalpolitik anwesend, denn der Landwirt setzt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten sehr offensiv für den ökologischen Landbau und die Vermarktung seiner Produkte ein. Seine große Familie zieht beispielhaft mit und hat sehr zum Erfolg des Unternehmens beigetragen.
In seiner konservativen Partei hatte ihm sein Einsatz für Bio anfangs eher Ablehnung und Kopfschütteln eingebracht.
Staunend lauschte ich heute den Reden seiner Parteifreunde, die jetzt - im März ist Kommunalwahl -viel Lobeshymnen auf ihn und seine Familie sangen.
Es ist eben nichts erfolgreicher als der Erfolg...
Spannend der Vortrag eines Historikers, der sich mit der Geschichte dieses Hauses befasste. Faszinierend die Fülle an wunderschön aussehenden und gut erhaltenen handschriftlichen Urkunden aus der Biedermeierzeit. Das Amtsdeutsch darin ist allerdings für den Normalbürger kaum zu verstehen.
Darin unterscheidet es sich nicht von vielen heutigen amtlichen Schreiben...
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