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Mittwoch, 27. Oktober 2010
Morgen Termin...
siria, 23:14h
...beim Steuerberater.
Stundenlanges Belegesuchen und Aktenordneröffnen.
Nach der Vorarbeit könnte ich die Steuererklärung fast selber machen.
Aber eben nur fast. Die Steuererklärung per Bierdeckel hat sich ja nicht durchsetzen können.
Und vor Arbeiten mit vielen Zahlen und gesetzlichen Fallstricken und Fußangeln habe ich immer noch einen gewaltigen Horror.
Stundenlanges Belegesuchen und Aktenordneröffnen.
Nach der Vorarbeit könnte ich die Steuererklärung fast selber machen.
Aber eben nur fast. Die Steuererklärung per Bierdeckel hat sich ja nicht durchsetzen können.
Und vor Arbeiten mit vielen Zahlen und gesetzlichen Fallstricken und Fußangeln habe ich immer noch einen gewaltigen Horror.
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Mittwoch, 27. Oktober 2010
Tiegelteuerling
siria, 00:22h
Heute unter einer Plane im Feuerholzlager gefunden:

Der Tiegelteuerling ist ein spannender kleiner Pilz, keinen cm groß, der seine Sporen in Sporenkapseln (Peridiolen) aufbewahrt. Und die liegen wie Brötchen in einer Schüssel und warten darauf, durch einen Wassertropfen herausgeschleudert zu werden.
Ganz oben ist auch noch ein verdeckelter Pilz zu sehen.

In alten Zeiten glaubten die Menschen, an der Menge der Peridiolen zu erkennen, ob eine Teuerung zu befürchten war.
Wir erkennen das heute eher am Lebenshaltungsindex.

Der Tiegelteuerling ist ein spannender kleiner Pilz, keinen cm groß, der seine Sporen in Sporenkapseln (Peridiolen) aufbewahrt. Und die liegen wie Brötchen in einer Schüssel und warten darauf, durch einen Wassertropfen herausgeschleudert zu werden.
Ganz oben ist auch noch ein verdeckelter Pilz zu sehen.

In alten Zeiten glaubten die Menschen, an der Menge der Peridiolen zu erkennen, ob eine Teuerung zu befürchten war.
Wir erkennen das heute eher am Lebenshaltungsindex.
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Sonntag, 24. Oktober 2010
Heilig's Blechle
siria, 01:01h
Die Mutter hatte in dem kleinen Garten in der Nachbarschaft noch Gemüse und Blumen gezogen.
Die Kinder haben nach ihrem Tod Rasen eingesät und drei Friedhofskoniferen gepflanzt, für die Kinder eine Schaukel aufgebaut und ein kleines Holzhaus konstruiert, in dem in früheren Zeiten eine Plastikküche mit Plastikherd, ein Plastik-Kaufmannsladen und weitere Plastikspielsachen untergebracht waren.
Jetzt steht nur noch der Motorrasenmäher darin, mit dem 25 qm Rasen ordentlich auf halbe Streichholzlänge niedergehalten werden.
Sonst gibt es nichts auf diesem Grundstück gegenüber dem Wohnhaus. Die Schaukel ist längst verschwunden.
In einem kleinen Sandsteintrog kümmerten einige Blümchen, bis der Trog kürzlich verkauft wurde.
Es musste nämlich Platz gemacht werden für einen dritten Stellplatz. Die Tochter des mittelalten Ehepaares benötigt ein eigenes Gefährt für gelegentliche Fahrten. Und der kleine Bruder (16) nimmt schon die ersten Fahrstunden, damit er mit 17 auch fahren darf. Um zu den Arbeitsplätzen zu kommen, benötigt man fahrbare Untersätze, für jeden einen.
Viel Geld verdient die Familie nicht. Der Vater - Schreinergeselle - setzt Plastikschubladen zusammen und die Mutter räumt im Supermarkt die Regale ein, ebenso wie die Tochter. Und nebenher verteilen sie Zeitungen und Prospekte.
Heute wurde 30 cm Boden fleißig mit der Hand ausgeschachtet, damit für die "Betonknochen" ein ordentlicher Unterbau geschaffen werden kann. Und einige Stunden lang ratterte der Presslufthammer, um ein Begrenzungsmäuerchen abzutragen.
Bald ist das Grundstück zur Hälfte versiegelt.
Sechs Spuren Rasengittersteine in dem nicht genutzten Garten hätten es eigentlich auch getan.
Aber vielleicht sieht das nicht ordentlich genug aus?
Allerdings profitiere ich von den Arbeiten, denn der Nachbar hat mir freundlicherweise 15 Schubkarren seiner ausgehobenen Gartenerde in meinen Garten gefahren.
Und ich habe heute das Erdbeerbeet geräumt, 20 cm guten Boden aufgebracht und alle 60 Pflanzen wieder eingesetzt.
Schließlich muss ja irgendwer hier in der Ecke für paradiesische Zustände sorgen.
Gottlob haben wir nur ein Auto und dürfen den Stellplatz der Nachbarn benutzen, die inzwischen gar keines mehr haben.
Die Kinder haben nach ihrem Tod Rasen eingesät und drei Friedhofskoniferen gepflanzt, für die Kinder eine Schaukel aufgebaut und ein kleines Holzhaus konstruiert, in dem in früheren Zeiten eine Plastikküche mit Plastikherd, ein Plastik-Kaufmannsladen und weitere Plastikspielsachen untergebracht waren.
Jetzt steht nur noch der Motorrasenmäher darin, mit dem 25 qm Rasen ordentlich auf halbe Streichholzlänge niedergehalten werden.
Sonst gibt es nichts auf diesem Grundstück gegenüber dem Wohnhaus. Die Schaukel ist längst verschwunden.
In einem kleinen Sandsteintrog kümmerten einige Blümchen, bis der Trog kürzlich verkauft wurde.
Es musste nämlich Platz gemacht werden für einen dritten Stellplatz. Die Tochter des mittelalten Ehepaares benötigt ein eigenes Gefährt für gelegentliche Fahrten. Und der kleine Bruder (16) nimmt schon die ersten Fahrstunden, damit er mit 17 auch fahren darf. Um zu den Arbeitsplätzen zu kommen, benötigt man fahrbare Untersätze, für jeden einen.
Viel Geld verdient die Familie nicht. Der Vater - Schreinergeselle - setzt Plastikschubladen zusammen und die Mutter räumt im Supermarkt die Regale ein, ebenso wie die Tochter. Und nebenher verteilen sie Zeitungen und Prospekte.
Heute wurde 30 cm Boden fleißig mit der Hand ausgeschachtet, damit für die "Betonknochen" ein ordentlicher Unterbau geschaffen werden kann. Und einige Stunden lang ratterte der Presslufthammer, um ein Begrenzungsmäuerchen abzutragen.
Bald ist das Grundstück zur Hälfte versiegelt.
Sechs Spuren Rasengittersteine in dem nicht genutzten Garten hätten es eigentlich auch getan.
Aber vielleicht sieht das nicht ordentlich genug aus?
Allerdings profitiere ich von den Arbeiten, denn der Nachbar hat mir freundlicherweise 15 Schubkarren seiner ausgehobenen Gartenerde in meinen Garten gefahren.
Und ich habe heute das Erdbeerbeet geräumt, 20 cm guten Boden aufgebracht und alle 60 Pflanzen wieder eingesetzt.
Schließlich muss ja irgendwer hier in der Ecke für paradiesische Zustände sorgen.
Gottlob haben wir nur ein Auto und dürfen den Stellplatz der Nachbarn benutzen, die inzwischen gar keines mehr haben.
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