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Freitag, 18. Dezember 2009
Nostalgie mit Schaudereffekt
siria, 04:29h
Gestern abend nach der Tagesschau räumte ich meine Küche auf. Der Fernseher lief dabei weiter.
Eine Schülerkomödie begann dort, im Hessenfernsehen: "Pepe der Paukerschreck" aus dem Jahr 1969, mit bekannten Darstellern wie Uschi Glas, Harald Juhnke und Theo Lingen sowie Hannelore Elsner.
Einer dieser Filme aus der beliebten "Lümmel"-Reihe, von denen ich damals keinen einzigen angesehen habe.
Eigentlich amüsieren mich derartige Filme, sozusagen als Dokumente ihrer Zeit. Die Handlungen sind meist reichlich blöd, albern und überdreht. Lustig anzusehen und für mich mit Wiedererkennungswert ist die Mode, und ganz oft trifft man auch Darsteller, die sich in späteren Jahren zu ernsthafteren Schauspielern gemausert haben.
Aber nach wenigen Minuten hörte ich in einer Klassenszene einen unglaublichen Satz: " Wollt ihr bis zur kalten Vergasung .....Vokabeln pauken?"
Mir fiel fast mein Kochtopf aus der Hand...
Ich erinnere mich daran, dass in meiner Kindheit dieser Satz zum Sprachgebrauch gehörte. Als Kind kannte ich seinen Sinn und Ursprung überhaupt nicht und dachte mir nichts dabei.
Später begriff ich und konnte ihn niemals mehr aussprechen...
Dass er noch im Jahr 1969 in einem Spielfilm ohne Hemmungen gesagt werden konnte, lässt mich schaudern.
Und auch, dass man diesen Satz noch nicht längst aus dem Film geschnitten hat.
Was mögen die Angehörigen von Nazi-Opfern wohl dabei empfinden?
Eine Schülerkomödie begann dort, im Hessenfernsehen: "Pepe der Paukerschreck" aus dem Jahr 1969, mit bekannten Darstellern wie Uschi Glas, Harald Juhnke und Theo Lingen sowie Hannelore Elsner.
Einer dieser Filme aus der beliebten "Lümmel"-Reihe, von denen ich damals keinen einzigen angesehen habe.
Eigentlich amüsieren mich derartige Filme, sozusagen als Dokumente ihrer Zeit. Die Handlungen sind meist reichlich blöd, albern und überdreht. Lustig anzusehen und für mich mit Wiedererkennungswert ist die Mode, und ganz oft trifft man auch Darsteller, die sich in späteren Jahren zu ernsthafteren Schauspielern gemausert haben.
Aber nach wenigen Minuten hörte ich in einer Klassenszene einen unglaublichen Satz: " Wollt ihr bis zur kalten Vergasung .....Vokabeln pauken?"
Mir fiel fast mein Kochtopf aus der Hand...
Ich erinnere mich daran, dass in meiner Kindheit dieser Satz zum Sprachgebrauch gehörte. Als Kind kannte ich seinen Sinn und Ursprung überhaupt nicht und dachte mir nichts dabei.
Später begriff ich und konnte ihn niemals mehr aussprechen...
Dass er noch im Jahr 1969 in einem Spielfilm ohne Hemmungen gesagt werden konnte, lässt mich schaudern.
Und auch, dass man diesen Satz noch nicht längst aus dem Film geschnitten hat.
Was mögen die Angehörigen von Nazi-Opfern wohl dabei empfinden?
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Mittwoch, 16. Dezember 2009
Pauline
siria, 12:18h

Aus kleinen Mädchen werden große Frauen.
Heute wirst du volljährig, und wir Großeltern wünschen dir für alle Schritte und Sprünge in deinem Leben viel Glück und Erfolg!

Wir sind glücklich, dass es dich gibt.
Und dankbar, dass du so ein mitfühlender und kreativer Mensch bist.
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Dienstag, 15. Dezember 2009
Springerle
siria, 22:53h
Es gibt soviel leckere Weihnachtsplätzchen zu naschen. Aber die leckersten sind für mich immer noch die Springerle.
Immer zu Weihnachten lagen sie im Paket der Großmutter aus dem Schwabenland. Und wir Kinder hatten in unserem Vater eine gefährliche Konkurrenz am Plätzchenteller. Denn auch für ihn waren sie ein Stück Erinnerung an die Heimat.
Gut geworden sind sie diesmal, meine Springele. Schön klar sind die Bilder auf dem Gebäck, und der Teig hat auch nicht in den Modeln geklebt. Und die richtigen Füßchen haben sie auch bekommen.

Die Springerle schmecken köstlich und sind eigentlich sehr einfach zu machen. Und wer keine Model hat, kann auch die schweizerische Variante "Chräbeli" formen: Ein Hörnchen, dass an den Seiten mit einem Messer 1-2mal eingeschnitten wird, sodass eine Art Blatt oder Geweihzacken entsteht.
Und so macht man sie:
2 Eier schaumig rühren, löffelweise 200g Puderzucker und Vanillezucker dazugeben.
220 g Mehl und eine Messerspitze Hirschhornsalz in die Eicreme rühren.
30 g Mehl auf das Backbrett sieben und den Teig daraufgeben und verkneten.
Den Teig ausrollen (knapp 1cm dick) und die mit Mehl ausgepinselten Model eindrücken. Dann den Teig abschneiden und auf ein gefettetes, mit Anissamen bestreutes Backblech heben.
Die Bilderkekse müssen einen Tag trocknen und werden anschließend bei geringer Temperatur (140-150°) etwa eine halbe Stunde auf der untersten Schiene des Backofens gebacken. Sie sollen oben weiß bleiben.
Immer zu Weihnachten lagen sie im Paket der Großmutter aus dem Schwabenland. Und wir Kinder hatten in unserem Vater eine gefährliche Konkurrenz am Plätzchenteller. Denn auch für ihn waren sie ein Stück Erinnerung an die Heimat.
Gut geworden sind sie diesmal, meine Springele. Schön klar sind die Bilder auf dem Gebäck, und der Teig hat auch nicht in den Modeln geklebt. Und die richtigen Füßchen haben sie auch bekommen.

Die Springerle schmecken köstlich und sind eigentlich sehr einfach zu machen. Und wer keine Model hat, kann auch die schweizerische Variante "Chräbeli" formen: Ein Hörnchen, dass an den Seiten mit einem Messer 1-2mal eingeschnitten wird, sodass eine Art Blatt oder Geweihzacken entsteht.
Und so macht man sie:
2 Eier schaumig rühren, löffelweise 200g Puderzucker und Vanillezucker dazugeben.
220 g Mehl und eine Messerspitze Hirschhornsalz in die Eicreme rühren.
30 g Mehl auf das Backbrett sieben und den Teig daraufgeben und verkneten.
Den Teig ausrollen (knapp 1cm dick) und die mit Mehl ausgepinselten Model eindrücken. Dann den Teig abschneiden und auf ein gefettetes, mit Anissamen bestreutes Backblech heben.
Die Bilderkekse müssen einen Tag trocknen und werden anschließend bei geringer Temperatur (140-150°) etwa eine halbe Stunde auf der untersten Schiene des Backofens gebacken. Sie sollen oben weiß bleiben.
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