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Mittwoch, 24. Juni 2009
Zeitmosaik
siria, 13:54h
Zurzeit vertiefe ich mich in die Biografie der "Kaiserin Friedrich" von Andrew Sinclair Victoria, Kaiserin für 99 Tage, erschienen bereits 1986.
Victoria, die Witwe des 99-Tage-Kaisers Friedrich und Mutter von Wilhelm II war eine mutige, offene Frau, aber gebremst durch preußisches Hofzeremoniell und stand unter dem ständigen Generalverdacht, sie würde für ihre Mutter, die englische Queen Victoria, Staatsgeheimnisse ausspionieren. Ihr Einsatz für Frauenrechte und eine Reformierung des Gesundheitswesens waren außergewöhnlich für eine Aristokratin ihrer Zeit. Das Buch wirft ein Licht auf die politischen Verhältnisse vor knapp 150 Jahren im säbelrasselnden bismarckschen Preußen und entstehendem Kaiserreich.
Gerade aus der Hand gelegt: Tausend strahlende Sonnen von Khaled Hosseini.
Ein erschütternder Roman, welcher die Augen öffnet für die politischen Ent- und Verwicklungen in Afghanistan und die besondere Leidensrolle der Frauen in diesem Land.
Und in der Frankfurter Rundschau vor wenigen Tagen gelesen: Der "Bierkrawall" vom 21.April 1873, bei dem nach Unruhen über die Erhöhung des Bierpreises 20 Menschen durch das Militär erschossen und unzählige verletzt wurden.
Warum ich drei so unterschiedliche Schriften hier erwähne?
Weil wir keinerlei Ursache haben, uns über die private und politische Unterdrückung in muslimischen Ländern herablassend zu äußern. So lange liegt die Zeit noch nicht zurück, in der es bei uns recht ähnlich zuging.
Und weil wir allem Kampf für Freiheitsrechte Erfolg wünschen...
Victoria, die Witwe des 99-Tage-Kaisers Friedrich und Mutter von Wilhelm II war eine mutige, offene Frau, aber gebremst durch preußisches Hofzeremoniell und stand unter dem ständigen Generalverdacht, sie würde für ihre Mutter, die englische Queen Victoria, Staatsgeheimnisse ausspionieren. Ihr Einsatz für Frauenrechte und eine Reformierung des Gesundheitswesens waren außergewöhnlich für eine Aristokratin ihrer Zeit. Das Buch wirft ein Licht auf die politischen Verhältnisse vor knapp 150 Jahren im säbelrasselnden bismarckschen Preußen und entstehendem Kaiserreich.
Gerade aus der Hand gelegt: Tausend strahlende Sonnen von Khaled Hosseini.
Ein erschütternder Roman, welcher die Augen öffnet für die politischen Ent- und Verwicklungen in Afghanistan und die besondere Leidensrolle der Frauen in diesem Land.
Und in der Frankfurter Rundschau vor wenigen Tagen gelesen: Der "Bierkrawall" vom 21.April 1873, bei dem nach Unruhen über die Erhöhung des Bierpreises 20 Menschen durch das Militär erschossen und unzählige verletzt wurden.
Warum ich drei so unterschiedliche Schriften hier erwähne?
Weil wir keinerlei Ursache haben, uns über die private und politische Unterdrückung in muslimischen Ländern herablassend zu äußern. So lange liegt die Zeit noch nicht zurück, in der es bei uns recht ähnlich zuging.
Und weil wir allem Kampf für Freiheitsrechte Erfolg wünschen...
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Sonntag, 21. Juni 2009
Hot Jazz in historischen Mauern
siria, 18:45h
Einmal im Jahr pilgern Freunde des alten Jazz auf die Saalburg, das einzige rekonstruierte Römerkastell der Welt, am Weltkulturerbe Limes gelegen. Die Lions laden ein und bieten in der Exerzierhalle Musik und eine Tombola für einen guten Zweck.


Neben der musikalischen Unterhaltung und einem Angebot an Leckereien erfreut mich, dass man im Abendlicht auch einen ausgedehnten Bummel über das Kastellgelände machen kann. Von ferne ist dann immer noch die Musik zu hören...
Kaiser Wilhelm II mit seiner Leidenschaft für Historisches und Archäologie ließ vor mehr als 100 Jahren das verfallene Kastell wiedererrichten und finanzierte es teils aus seiner Privatschatulle.
Er sah sich in der Nachfolge der römischen Imperatoren und wollte sich natürlich ein Denkmal setzen. Und setzte auch gelegentlich seine Vorstellung, wie ein römisches Kastell auszusehen hatte, gegen die Fachleute durch. So bei den Bruchsteinmauern - die in römischer Zeit weiß verputzt und mit roter Quaderbemalung versehen waren - oder bei den Zinnen, die einen viel weiteren Abstand brauchen, um für Bogenschützen geeignet zu sein.
Aber das schmälert nicht die Bedeutung des Bauwerkes.
Die Saalburg bietet sehr viel Anregung: Das im horreum, dem ehemaligen Getreidespeicher eigerichtete Museum zeigt museumspädagogisch geschickt die Funde aus dem Gelände und den rund 100 Brunnen, die gefunden wurden.
Waffennarren können sich einen Überblick über die römische Militärausrüstung verschaffen und eigerichtete Mannschaftsbaracken und ein triclinium erlauben Einblick in den Alltag der Kastellbesatzung und ihrer Offiziere.

Fast hundert Jahre stand die Saalburg im "wilhelminischen Stil" auf dem Taunuskamm.
Seit einigen Jahren aber ändert sie ihr Gesicht und will zukünftig noch sehr viel mehr bieten. Im letzten Jahr wurde eine fabrica gebaut, in der bald unterschiedliche Handwerke vorgeführt werden sollen.
Der Limes als Weltkulturerbe hat dazu den Anstoß gegeben.


Louis Jacobi, der begabte Architekt, Erforscher des Limes und Rekonstrukteur der Saalburg, hätte gewiss seine Freude an diesem lebendigen Museum.


Neben der musikalischen Unterhaltung und einem Angebot an Leckereien erfreut mich, dass man im Abendlicht auch einen ausgedehnten Bummel über das Kastellgelände machen kann. Von ferne ist dann immer noch die Musik zu hören...
Kaiser Wilhelm II mit seiner Leidenschaft für Historisches und Archäologie ließ vor mehr als 100 Jahren das verfallene Kastell wiedererrichten und finanzierte es teils aus seiner Privatschatulle.
Er sah sich in der Nachfolge der römischen Imperatoren und wollte sich natürlich ein Denkmal setzen. Und setzte auch gelegentlich seine Vorstellung, wie ein römisches Kastell auszusehen hatte, gegen die Fachleute durch. So bei den Bruchsteinmauern - die in römischer Zeit weiß verputzt und mit roter Quaderbemalung versehen waren - oder bei den Zinnen, die einen viel weiteren Abstand brauchen, um für Bogenschützen geeignet zu sein.
Aber das schmälert nicht die Bedeutung des Bauwerkes.
Die Saalburg bietet sehr viel Anregung: Das im horreum, dem ehemaligen Getreidespeicher eigerichtete Museum zeigt museumspädagogisch geschickt die Funde aus dem Gelände und den rund 100 Brunnen, die gefunden wurden.
Waffennarren können sich einen Überblick über die römische Militärausrüstung verschaffen und eigerichtete Mannschaftsbaracken und ein triclinium erlauben Einblick in den Alltag der Kastellbesatzung und ihrer Offiziere.

Fast hundert Jahre stand die Saalburg im "wilhelminischen Stil" auf dem Taunuskamm.
Seit einigen Jahren aber ändert sie ihr Gesicht und will zukünftig noch sehr viel mehr bieten. Im letzten Jahr wurde eine fabrica gebaut, in der bald unterschiedliche Handwerke vorgeführt werden sollen.
Der Limes als Weltkulturerbe hat dazu den Anstoß gegeben.


Louis Jacobi, der begabte Architekt, Erforscher des Limes und Rekonstrukteur der Saalburg, hätte gewiss seine Freude an diesem lebendigen Museum.
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Samstag, 20. Juni 2009
Clematis
siria, 01:59h



Eine kleine Auswahl meiner Clematis.
Schade, dass ich nicht alle fotografiert habe...
Aber ein paar werden ja erst noch blühen.
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