Montag, 6. April 2009
Hederaphobie
Eigentlich mag ich Efeu ja.
Eine Symbolpflanze, eine Jugendstilpflanze, eine Arzneipflanze.

Aber nach dem zwanzigsten Sack voll Ranken und armdicken Efeustämmen kann ich eine gewisse steigende Abneigung nicht abstreiten.

Ganze Steine hat der Efeu aus unserer Stadtmauer gedrückt und Ziegeln auf unserem Dach angehoben.
Tausende kleiner Haftfüßchen zierten die Wand unseres Hauses. In schwindelnder Höhe winkten bleiche Ranken, die sich hinter der Fassade einen Weg gebahnt hatten.
Stundenlang musste ich lange Efeuwurzeln aus der Wiese des neuen Gartens reißen.
Gereizte Bronchien waren die Folgen der Beseitigungsaktionen vor allem an Wänden, an denen die Spatzen ihre Nester gebaut hatten.

Schneiden, reißen, sägen. Bei den ganz alten Efeustöcken konnte nur noch der Holzwurm mit der Brechstange helfen, um sie von der Wand oder aus dem Boden zu hebeln.

Efeu im Garten oder am Haus: Niemals mehr.
Efeu an der Stadtmauer: Nur noch in winzigen, beherrschbaren Mengen..!

Man wird schließlich nicht jünger.

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Sonntag, 5. April 2009
Blaue Blumen vertreiben den Blues





Immer wieder macht mich die Natur froh...

Heute in meinem Garten.

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Samstag, 4. April 2009
Memento mori
Gestern beim Chor erhielt ich die erschreckende Information, dass eine ehemalige Mitsängerin, die noch im Dezember gemeinsam mit ihrem Mann bei unserem Jahreskonzert mitgesungen hat, an ALS erkrankt ist.

Was das bedeutet, weiß ich.
Einer meiner Cousins ist vor zwei Jahren an dieser tückischen, unheilbaren Krankheit verstorben.

Der berühmte Künstler Jörg Immendorf war auch ein Opfer von ALS.


Jetzt grübele ich darüber, wie ich mich verhalten sollte.

Offensiv: den Kontakt suchen und Hilfe anbieten?
Ich mag diese Sängerin wegen ihrer munteren Art sehr gerne. Aber würde eine Kontaktaufnahme nicht als Neugierde oder Voyeurismus angesehen werden? Über den Chor hinaus hatten wir eher wenig Kontakt.

Passiv? Die Augen schließen vor der Tatsache, dass sie, die zehn Jahre jünger ist als ich, eine äußerst belastende Zeit bis zu ihrem Ende vor sich hat? Und hoffen, dass genug Freunde sie auf ihrem letzten Lebensabschnitt begleiten?

Düstere Reflexionen über die Tatsache, dass wir alle sterblich sind. Unausweichlich. Und niemand weiß, welchen Weg er selber zu gehen haben wird.

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Heute feierliche Eröffnung...
....der Gartensaison.

Mittags und abends in der Sonne im Hof gesessen und gegessen.
Die 20°-Marke ist geknackt.

Wunderbar - aber ein wenig plötzlich kam es schon.
Habe ich nicht gerade erst die Schneefotos eingeordnet?

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