Samstag, 12. Juli 2008
Storchenschnäbel
Zu meinen liebsten Pflanzen im Garten gehören die Storchenschnäbel.
Als Geraniengewächse mögen sie gerne Sonne, aber gedeihen auch im Schatten. Und von dem habe ich wegen unseres gróßen Nussbaums im Sommer reichlich.

Etwa 15 Arten habe ich in meinem Garten: hohe und niedrige, in rosa, pink, lila, weiß, in verschiedenen Blau- und Violetttönen. Manche blühen nur im Frühjahr, einige nur einmal, manche erfreuen mich bis in den späten Herbst.
Manche ziehen sich zur Winterruhe ein, aber andere zeigen ihr typisch würzig duftendes Laub das ganze Jahr.
Allen gemeinsam ist der Storchenschnabel, der nach der Blüte bleibt.

Hier eine kleine Auswahl aus meinem Archiv:






















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Freitag, 11. Juli 2008
Unkraut, Wildkraut, Beikraut


Was sagt man denn zu Melde, Erdrauch, Ackerhellerkraut, Ackerwinde oder Disteln, ohne sie zu beleidigen?

Aber weg mussten sie, damit Kartoffeln, Bohnen, Erbsen und Kürbisse Luft bekamen.
Die Schulkinder unserer Grundschule wären zutiefst enttäuscht, wenn nach den Sommerferien auf ihrem "Schulacker" alle von ihnen mühsam gepflanzten und gesteckten Kartoffeln und Samen unter einer dichten Krautdecke verschwunden wären.

Ein wenig schade, dass auf den Zeitungsaufruf des BUND (für die Österreicher: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, der hier im Ort das Projekt "Schulacker"mitträgt) zur Mithilfe keine Resonanz von Eltern oder Großeltern der Schulkinder kam.

Gearbeitet haben wieder nur vier, die meistens dort mithelfen.

Gut, dass mein Rücken mitgemacht hat. Bin auch immer brav in die Hocke gegangen. Dafür spüre ich jetzt eben meine Knie...

Aber jetzt haben die Kartoffeln ( in diesem Jahr ohne Käfer!) eine Zukunft.
Und der wunderbare Blick über die Landschaft ist auch schon Belohnung.

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Glühwürmchen
Der warme Südwind hat mich eben noch zu einem Nachtspaziergang verlockt.
Am Rande der Äcker leuchteten die Glühwürmchen.
Luziferin heißt eines der Leuchtmittel, mit denen diese Käfer auf Partnersuche gehen.
Zwei der Tierchen habe ich in meinen Garten getragen. Vielleicht bleiben sie ja hier und vermehren sich?

Mir fiel dabei ein besonderes Erlebnis ein.
Vor etwa 14 Jahren hatte ich auf einer Italienreise mit Mutter und Schwester ein Nachtquartier in einer etwas dubiosen, einsam gelegenen "Räuberhöhle" namens "Sirius" (!) hoch über dem Iseo-See gefunden.
Nachts wurde ich wach und wunderte mich über einen Lichtschein, der von draußen kam.
Der Blick aus dem Fenster warf mich schier um:
Tausende von blinkenden Glühwürmchen bewegten sich exakt entlang der Beetkanten des Gartens! Sie sahen wie kleine Polizeiautos auf Alarmfahrt in den Straßen einer Stadt aus.
Natürlich musste ich bei diesem Anblick meine Mutter und meine Schwester wecken.
Ein unvergessliches Naturschauspiel!

Nur einmal haben wir mit unseren Kindern an der Nordsee etwas ähnlich Aufregendes gesehen: Am nächtlichen Strand rollten die Wellen heran, erleuchtet von Millionen kleiner fluoreszierender Wassertierchen! Und wenn man Arme und Beine ins Wasser tauchte, leuchteten auch die...

Eine ganz andere Art von blinkenden "Glühwürmchen" sind zur Zeit ebenfalls auf unseren Feldern zu sehen:
Die Jäger versuchen, mit vielen farbigen Blinklichtern die Wildschweine davon abzuhalten, die Äcker am Waldrand umzugraben und zu plündern.
Ich fürchte bloß, dass es sich unter diesen cleveren Tieren bereits herum gesprochen hat, dass das beste Futter dort zu finden ist, wo die bunten Lampen blinken...

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Donnerstag, 10. Juli 2008
Bad Nauheim
Am Rande der Wetterau und der Taunus-Berge liegt das Sole-Thermalheilbad Nauheim. 1905-06 erbaut, besitzt es bemerkenswerte Badehäuser und weitere Gebäude im reinsten Jugendstil.

Die kann man sich auf der Webseite von Bad Nauheim anschauen.

Hübsch ist der Blick vom Johannisberg über den Ort und die Wetterau. Sie war zu Römerzeiten wegen ihrer fruchtbaren Lössböden eine wichtige Kornkammer zur Versorgung der römischen Legionen -daher wurde der Limes auch um die Wetterau herum geführt.




Auch der Kurpark ist reizvoll und entzückt nicht nur Holzwürmer.




Manche Gäste waren Bad Nauheim sehr lange treu.




Und einer blieb zwei Jahre und ist bis heute unvergessen!





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