Montag, 23. Juni 2008
Treffen am Rhein
Ein Wochenende mit ehemaligen Kolleginnen und Kollegen aus der Landespolitik im Rheingau. Etliche habe ich mehr als 10 Jahre nicht mehr gesehen.
Da gab es viel Gesprächsstoff!

Das Kaffeetrinken fand unter einem ausladenden, schattenspendenden Nussbaum statt.

10 m entfernt am Ende des Gartens verläuft die Rheinlinie der Eisenbahn - da konnte man alle paar Minuten nur schweigend die Gläser heben und warten, bis Güterzüge von mehreren 100m Länge vorbeigerauscht waren.

Wie können Menschen nur mit diesem Lärm leben?

Zwar wurde inzwischen eine grüne Schallschutzplanke aufgestellt, die den Lärmpegel um 10 db senkt ( das ist immerhin die Hälfte!). Aber der verbleibende Donnerhall ist immer noch nicht erträglich.

Auch die Nacht im Hotel bewies mir, welches Glück wir haben, so paradiesisch ruhig (mit gelegentlichen Ausnahmen) und dennoch mitten im Ort zu wohnen.
Pech, wenn man gerade ein Zimmer am Parkplatz zugeteilt bekommt...

Zugegeben, der Blick von der Hotelterrasse auf den Altvater Rhein, in dem sich zu später Stunde ein noch fast runder Mond spiegelte, war dafür wunderschön.

Heute Mittag habe ich dann meinem Navi gesagt, dass es mich auf dem schönsten Weg zurück nach Hause führen solle.
Das hat es dann auch getan. Hat eine Stunde länger gedauert als auf der Hinfahrt. Und das bei 32° in einem Auto ohne Klimaanlage...

Aber die Strecke war wirklich sehr schön.

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Donnerstag, 19. Juni 2008
Wie schade...
Und wie traurig: Sie haben beide die Nacht nicht überlebt. Weder der wunderschön singende Vater vieler Kanarienkinder mit seinem intensiv orangefarbenen Gefieder, noch sein Kind, das doch so einen starken Lebenswillen zeigte.
Einträchtig liegen sie nun begraben.

Den schmetternden Gesangeswettstreit in der Voliere werde ich vermissen...

Nun gibt es nur noch ein erwachsenes Männchen in der Voliere, leicht an seiner braunen Wildfarbe zu erkennen. Es ist nicht der Vater eines der Jungvögel, denn die sind alle gelb.

Als neuer Ziehvater wird er den Jungvögeln nun Unterricht in seinen Liedstrophen geben müssen, denn die kleinen Vögel müssen ihren Kanariengesang erst lernen.

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Mittwoch, 18. Juni 2008
Vogeliger Tag
Mensch, gibt es Tage...

Nicht genug, dass ich wie ein sehr altes Weib durch die Gegend schleiche (...bloß keine falsche Bewegung...).
Am Vormittag entdeckte der Holzwurm unseren Gefrierschrank: Total vereist. Die Tür war wohl nicht geschlossen gewesen.

Da hilft keine Schuldzuweisung, sondern nur ausräumen und abtauen.
Wieviel Aufwand das ist, brauche ich Hausfrauen nicht zu erzählen.

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Stunden später:

Der jüngste Sproß unserer Kanariendynastie -kleiner als die Geschwister, da einen Tag später geschlüpft -hat riesigen Hunger. Da fast alle Jungen bis auf den Benjamin bereits fliegen können, füttert die Mutter nur noch, wenn sie stark angebettelt wird. Benjamin kann ihr aber noch nicht nachfliegen, das Schwänzchen ist noch zu kurz zum Steuern.


Er sieht aus wie ein kleiner Geier...

Er versucht es beim Vater, der am Boden der Voliere hockt und plustert. Der Vater ist offensichtlich nicht gesund, allerdings kann ich nicht sehen, was ihm fehlt. Er frisst zwar, aber auf das verzweifelte Betteln seines Jüngsten geht er nicht ein, weil er selber leidet.


Benjamin bettelt seinen Vater an.

Also, auch von dort kommt nichts.
Der kleine Vogel kann die Körner noch nicht zerbeissen.
Sein klägliches piep-piep dauert schon Stunden. Fast scheint er zu resignieren...

In der freien Wildbahn hätte er keine Chance.

Also versuche ich es, das Kerlchen zu füttern.
Etwas Quark, gekochte Haferflocken, Eigelb, Banane und etwas Vogelmiere werden zu einem Brei gerieben.
Den pickt er mir vom Finger und kriegt langsam einen dicken Kropf.

Hoffentlich bekommt es ihm. Es wäre sehr traurig, wenn er nicht durchkäme.



Vor ein paar Tagen hatten Benjamin und seine Geschwister noch Platz in ihrem Nest.



Gestern wurde es schon reichlich eng.




Vor zwei Tagen sind insgesamt fünf weitere junge Kanarien geschlüpft. Es werden jetzt fast zu viele in der Voliere. Aber trotzdem hoffe ich, dass alle kleinen gelben Federbällchen zu schönen Vögeln heranwachsen. Dann kann ich sie abgeben, auch wenn es wie immer schwer fällt.

Wenn man die winzigen Vögel nach dem Schlüpfen sieht, ist man immer wieder gerührt...

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